„Mangels Masse“

Kaffeemaschinen-Hersteller vor dem Aus nach Gerichtsbeschluss

Aktualisiert am 10.04.2026 – 11:16 UhrLesedauer: 1 Min.

Espresso (Symbolbild): Typischerweise wird Espresso in besonders kleinen Tassen serviert. (Quelle: Deagreez/getty-images-bilder)

Für ein geregeltes Verfahren reicht das Vermögen nicht: Das Amtsgericht Heidelberg lehnt die Insolvenzeröffnung von Essenza ab.

Die Heidelberger Essenza Espressomaschinen GmbH steht vor dem endgültigen Aus. Das Amtsgericht Heidelberg hat den Antrag der Firma auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens abgewiesen. Es habe nicht genug Vermögen gegeben, um die Kosten des Verfahrens zu decken, wie das Fachmedium „Verbraucherschutzforum Berlin“ berichtet.

Juristen sprechen von einer Abweisung mangels Masse – ein Begriff dafür, dass nicht einmal die Grundkosten eines Insolvenzverfahrens gedeckt werden können. Bei Google Maps wird das Unternehmen als „dauerhaft geschlossen“ aufgeführt.

Die Entscheidung hat eine besondere Folge: Es gibt kein reguläres Insolvenzverfahren, in dem ein Insolvenzverwalter eingesetzt wird und ein Sanierungsversuch unter Insolvenzschutz möglich wäre. Auch eine geordnete Abwicklung in diesem Rahmen fällt damit weg.

Für Gläubiger bedeutet das, dass Forderungen nicht in einem geregelten Verfahren geprüft und verteilt werden. Dadurch sinken die Aussichten, dass offene Ansprüche zumindest teilweise beglichen werden, heißt es in dem Bericht weiter.

Der Hersteller war im Geschäft mit Espressomaschinen und Zubehör aktiv und hat laut Webseite drei Espressomaschinen im Angebot. In diesem Markt wachsen zwar die Umsätze, kleinere Anbieter stehen aber häufig unter Druck – etwa durch Konkurrenz großer Marken, Preisdruck im Onlinehandel sowie hohe Entwicklungs- und Produktionskosten und steigende technische Anforderungen. Die Marke gehört zu der chinesischen Muttergesellschaft LLA FoshanAppliances.

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