Rund 500 Beschäftigte
Insolvenz: Stuttgarter Sozialriese kämpft ums Überleben
Aktualisiert am 20.03.2026 – 17:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Eines der größten Sozialunternehmen Deutschlands steckt in der Krise. Die Neue Arbeit aus Stuttgart hat Insolvenz beantragt – will ihre Arbeit aber fortsetzen.
Das Stuttgarter Sozialunternehmen Neue Arbeit hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt, will seine Arbeit aber fortsetzen. Das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart-Zuffenhausen gehört nach eigenen Angaben zu den größten Sozialunternehmen dieser Art in Deutschland. Es unterstützt Menschen, die lange arbeitslos waren oder auf dem regulären Arbeitsmarkt nur schwer Chancen haben. Dabei setzt das Unternehmen auf Beschäftigung, Qualifizierung und Begleitung auf dem Weg zurück ins Berufsleben.
Betroffen von der Insolvenz sind die Neue Arbeit gGmbH und die Neue Arbeit Dienstleistungsagentur GmbH. Andere Teile des Verbunds sind davon nicht erfasst. Für viele Beschäftigte soll es dennoch weitergehen: Im Sommer 2025 hatte der Unternehmensverbund noch rund 550 Mitarbeitende, inzwischen sind es nach Angaben der Geschäftsführung etwa 500. Darunter sind auch Kräfte in Bereichen, die von der Insolvenz gar nicht betroffen sind.
Zum Unternehmen gehören unter anderem Sozialkaufhäuser, Radstationen sowie Angebote im Bereich Garten und Natur. Diese Projekte sollen erhalten bleiben. Co-Geschäftsführer Stephan Fritz macht den Beschäftigten Hoffnung: „Wir bieten die Perspektive, dass es für einen Großteil der Beschäftigten weitergeht.“
Nach Angaben der Verantwortlichen soll das Insolvenzverfahren helfen, Neue Arbeit von alten Belastungen zu befreien und neu aufzustellen. Ziel sei es, die soziale Arbeit fortzusetzen, aber auf einer wirtschaftlich tragfähigeren Grundlage. Oder wie Geschäftsführer Nummer zwei, Dietmar Meng, es formuliert: „Mit den im Zuge der Restrukturierung geschaffenen Angeboten wollen wir in eine gute Zukunft, frei von Lasten, starten.“
