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Home » Insolvenz bei ehemaligem Bärenmarke-Produzent Allgäuer Alpenmilchwerk
Wirtschaft

Insolvenz bei ehemaligem Bärenmarke-Produzent Allgäuer Alpenmilchwerk

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 28, 2026
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Allgäuer Alpenmilchwerk

Ehemaliger Bärenmarke-Produzent ist insolvent


Aktualisiert am 28.08.2026 – 11:12 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kondensmilch von Bärenmarke: Jahrelang wurden diese Milchprodukte in Weiding hergestellt. (Quelle: IMAGO/teutopress GmbH/imago)

Über Jahre produzierten sie am Standort Weiding Produkte der Bärenmarke. Jetzt ist die Zukunft von 110 Beschäftigten beim Allgäuer Alpenmilchwerk ungewiss.

Die Almil AG (Allgäuer Alpenmilchwerk) hat am 18. August 2026 beim Amtsgericht Mühldorf am Inn einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Unternehmen mit Sitz im oberbayerischen Polling stellt Rohstoffe wie Vollmilch- und Magermilchpulver sowie Butteröl her und beliefert damit die Lebensmittel-, Süßwaren- und Backindustrie in Europa. Über die Gründe für den Antrag machte Almil keine Angaben.

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Der betroffene Standort im Pollinger Ortsteil Weiding produzierte bis 2018 Kondensmilch für die Marke Bärenmarke. Seitdem stellt Almil dort nach eigenen Angaben ausschließlich Rohstoffe für Unternehmenskunden her – keine Produkte für Endverbraucher. Eine Sprecherin von Hochwald bestätigte t-online auf Anfrage, dass die Marke Bärenmarke von der Insolvenz nicht betroffen sei.

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Geschäftsbetrieb läuft zunächst weiter

Der Geschäftsbetrieb wird laut einer Pressemitteilung der Almil AG ohne Einschränkungen fortgeführt. Das Unternehmen erklärte: „Es wurde frühzeitig und aus eigener Initiative ein Sanierungsprozess eingeleitet, um die wirtschaftliche Zukunft nachhaltig zu sichern.“ Für Belegschaft, Kunden und Geschäftspartner ergäben sich derzeit keine Veränderungen, teilte Almil weiter mit.

Der Vorstand bleibt während des Verfahrens im Amt und soll die Sanierung eigenverantwortlich steuern. Das Gericht setzt zur Kontrolle einen Sachwalter ein, der die Sanierung begleitet, ohne selbst die Geschäftsführung zu übernehmen. Ziel sei es, das Unternehmen wirtschaftlich zu stabilisieren, an veränderte Marktbedingungen anzupassen und den Standort langfristig zu sichern. Die rund 110 Mitarbeiter erhalten ihre Gehälter bis einschließlich Oktober 2026 über das Insolvenzgeld – eine Leistung der Arbeitsagentur, die bei einer Insolvenz für bis zu drei Monate das Gehalt ersetzt.

Mutterkonzern Hochwald baut selbst um

Die Marke Bärenmarke gehört seit 2004 der Hochwald Foods GmbH. Der Standort Weiding gehörte zunächst ebenfalls zum Hochwald-Umfeld und stellte dort die Kondensmilch für die Marke her. Der Konzern wollte sich jedoch von diesem Standort zurückziehen und ihn aufgeben.

2018 übernahm die damals noch eigenständige Almil AG den Standort von Hochwald und sicherte nach damaligen Angaben die 120 Arbeitsplätze. Mit der Übernahme endete am Standort auch die Produktion für die Marke Bärenmarke. Nur zwei Jahre später, zum 1. Januar 2020, stieg Hochwald bei Almil wieder ein und übernahm die Mehrheit an dem Unternehmen.

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