Ruhrpott oder Rheinland?

Stadttour geht viral: Dortmund-Video spielt komplett in Köln


Aktualisiert am 27.03.2026 – 04:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Glas Kölsch steht am Rheinufer, im Hintergrund ist der Kölner Dom zu sehen (Symbolbild): Statt durch Dortmund führt der Pottfluencer durch die Domstadt. (Quelle: Manngold/imago-images-bilder)

Er spricht Ruhrpott-Deutsch, lobt Dortmunds Viertel – und schlendert dabei durch Köln. Was dahintersteckt, erschließt sich erst beim genauen Hinsehen.

Ein Instagram-Video sorgt derzeit für Aufsehen – zumindest bei allen, die Köln und Dortmund kennen: Der Influencer „Pottfluencer“, der auf Instagram mehr als 200.000 Follower zählt und im realen Leben als Daniel Aßmann unter anderem beim WDR moderiert, hat einen Clip veröffentlicht, in dem er vorgeblich durch Dortmund führt. Das Problem: Er läuft permanent durch Köln.

„Wir starten in Kirchhörde“, sagt er zu Beginn des Videos – während im Hintergrund unverkennbar der Kölner Dom zu sehen ist. Natürlich sind in Dortmund die Farben „Schwarz“ und „Gelb“ dominierend – nur steht der Influencer dabei vor einem Briefkasten der Deutschen Post und nicht vor einem BVB-Logo oder ähnlichem. Vom FC ist weit und breit nichts zu sehen. Im weiteren Verlauf schwärmt er vom Phönixsee und empfiehlt Pommer’s Currywurst als „Pflichtprogramm“.

Dann lobt er den Dortmunder Döner in der Nordstadt als „Champions League“ – während er statt eines Döners einen „Halven Hahn“ in der Hand hält. Auch den Dortmunder Zoo mit dem BVB-Maskottchen Hummel Emma besucht er – allerdings, ohne je dort gewesen zu sein. Im Video schlendert er natürlich durch den Kölner Zoo.

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Besonders witzig: Als er am Ende des Videos zum lokalen Bier greift und damit den Tag ausklingen lässt, hält er keine Dortmunder Spezialität in die Kamera – sondern erst ein Gaffel-Kölsch, dann ein Früh-Kölsch. Beides Kölner Traditionsmarken, die im Ruhrgebiet nicht gerade als Heimatgetränk gelten.

Einen kurzen Moment scheint der Influencer selbst fast ins Straucheln zu geraten: „Wenn du hier so guckst, dann könntest du meinen, das hat ein bisschen was von Köln“, sagt er – und schiebt dann nach: „Aber der Straßenname beweist, dass wir immer noch in Dortmund sind.“ Dabei filmt er das Schild der Straße „Auf der Ruhr“.

Das gesamte Video kommentiert er in breitem Ruhrpott-Deutsch. Hintergrund des Clips ist offenbar ein Auftritt: Der Influencer bewirbt damit seine geplante Show am 15. November in Dortmund.

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