Angeschlagener Fifa-Boss

Gegen Unterstützung: Infantino bietet Marokko WM-Finale an

05.08.2026 – 20:44 UhrLesedauer: 1 Min.

Gianni Infantino will Stand jetzt im kommenden Jahr zur Wiederwahl als Fifa-Präsident antreten. (Quelle: IMAGO/SHAWN THEW/imago)

Fifa-Präsident Infantino steht nach dem Scheitern seines Investorenplans unter gewaltigem Druck. Nun soll er mit einem ungewöhnlichen Mittel um Unterstützung werben.

Laut einem Bericht der britischen Zeitung „The Times“ soll Fifa-Präsident Gianni Infantino Marokko das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 versprochen haben. Im Gegenzug erwartet er öffentliche Unterstützung in seinem Machtkampf an der Spitze des Weltverbandes.

Die „Times“ beruft sich auf eine anonyme Quelle. Am Mittwoch hielt Infantino im Fifa-Afrika-Büro in Salé eine Krisensitzung mit hochrangigen Mitarbeitern ab. Salé liegt vor den Toren der marokkanischen Hauptstadt Rabat. Auslöser der Krise: Sein Plan, Anteile an Fifa-Turnieren an private Investoren zu verkaufen, war gescheitert.

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Seitdem bröckelt sein Rückhalt. Mehrere enge Mitarbeiter haben sich öffentlich von dem 56-Jährigen distanziert, ebenso der europäische Kontinentalverband Uefa. Die „Times“ berichtet, Infantino bemühe sich darum, Länder zu einer öffentlichen Unterstützungserklärung zu bewegen.

Endspiel in Casablanca statt Madrid?

Die WM 2030 findet auf drei Kontinenten statt. Die meisten Spiele sollen in Spanien, Portugal und Marokko ausgetragen werden. Als Endspielort galt bislang das Bernabéu-Stadion in Madrid als Favorit. In Casablanca entsteht das Hassan-II.-Stadion mit 115.000 Plätzen – nach Fertigstellung wäre es das größte Fußballstadion der Welt. Der offizielle Endspielort ist noch nicht festgelegt.

Ungeklärt ist auch die Teilnehmerzahl. Bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada, die vor gut drei Wochen endete, traten erstmals 48 Nationalteams an. Für 2030 strebt Infantino eine Ausweitung auf 64 Mannschaften an.

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