Milliardär meldet sich zu Wort

Neue Hoffnung für Escobars „Kokain-Hippos“

Aktualisiert am 29.04.2026 – 09:57 UhrLesedauer: 2 Min.

In der Lagune des alten Anwesens von Pablo Escobar (Archivbild): Für die Tiere gibt es jetzt doch noch Hoffnung. (Quelle: Fernando Vergara/dpa)

Seit den 1980er-Jahren hat Kolumbien mit einer invasiven Flusspferdrasse zu kämpfen. Für den Tötungsplan der Regierung gibt es jetzt eine Alternative.

Laut der Nachrichtenagentur ANI hat sich Anant Ambani bereits an die kolumbianische Regierung gewandt. Der 31-Jährige plane demnach, die Flusspferde in ein Tierheim im indischen Jamnagar zu bringen. Er erklärte: „Diese 80 Nilpferde haben nicht gewählt, wo sie geboren wurden, noch haben sie die Umstände geschaffen, denen sie jetzt gegenüberstehen.“

Ambani fügte hinzu: „Wenn wir die Möglichkeit haben, sie mit einer sicheren und humanen Lösung zu retten, dann haben wir auch die Pflicht, es zu versuchen.“ Sein Plan sieht laut ANI vor, dass Tierärzte sowohl das Einfangen der Tiere als auch ihren Transport überwachen.

Die Umsiedlung der Tiere gilt trotzdem als schwierig. Anfragen an mehrere Länder, darunter Indien, seien bislang an rechtlichen, technischen und finanziellen Hürden gescheitert, berichtete die Zeitung „El Tiempo“ unter Berufung auf das Umweltministerium.

Wie Experten schätzen, leben aktuell etwa 200 Nilpferde in Kolumbien. Falls keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden, könnten sich die Tiere bis 2035 auf bis zu 1.000 Exemplare vermehren. Die Flusspferde bedrohen nicht nur das Ökosystem in Kolumbien, sie stellen auch eine Gefahr für den Menschen dar.

Der Familie von Anant Ambani gehört das indische Unternehmen Reliance Industries. Das Vermögen von Ambanis Vater wird auf bis zu 116 Milliarden Dollar geschätzt.

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