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Die Polizei in Deutschland hat in Brandenburg zwei mutmaßliche Anhänger der prorussischen „Volksrepubliken Donezk und Luhansk“ festgenommen, teilte die Bundesanwaltschaft am Mittwoch mit.
Den Männern wird die Unterstützung ausländischer Terrororganisationen vorgeworfen, teilten die Karlsruher Behörden mit.
Es wird behauptet, dass nicht nur Versorgungsgüter und medizinische Produkte, sondern auch Drohnen zugunsten von Milizionären aus den von russischen Streitkräften besetzten ukrainischen Gebieten geliefert wurden.
Gleichzeitig wurde in Berlin eine deutsch-ukrainische Frau wegen des Verdachts der Spionage für Russland, unter anderem durch Weitergabe von Informationen über Militärhilfe an die Ukraine, festgenommen, teilten die Staatsanwälte mit.
Der Verdächtige, der gemäß den deutschen Datenschutzgesetzen nur Ilona W. genannt wird, habe angeblich seit November 2023 oder früher Geheimdienstkontakte mit der russischen Botschaft in Berlin unterhalten, hieß es in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft.
Mehr als 14.000 Euro an prorussische Milizen
Einem der Angeklagten, Suren A., wird vorgeworfen, Vereinsgelder in Höhe von insgesamt mehr als 14.000 Euro an die Milizen überwiesen und Transporte finanziert zu haben.
Der zweite, Falko H., soll mehrfach in den Donbass gereist sein, dort Gespräche mit Vertretern der Gruppen geführt, Lieferungen koordiniert und bei der Verteilung der Waren vor Ort mitgeholfen haben.
Die beiden Männer sollen am Donnerstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über ihre Untersuchungshaft entscheiden wird.
Am 27. Mai 2025 wurden im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Wohnung eines weiteren Beschuldigten im Landkreis Dahme-Spreewald sowie weitere Grundstücke in Berlin und Brandenburg durchsucht.
Besetzte Gebiete
Russland hat enge Beziehungen zu Donezk und Luhansk geknüpft, die zusammen als Donbass bekannt sind, seit es dort im Jahr 2014 nach der Annexion der Krim von der Ukraine durch Moskau einen prorussischen Aufstand unterstützte.
Die beiden Regionen erhalten finanzielle Unterstützung aus Moskau, verwenden den russischen Rubel als Währung und unterrichten in ihren Schulen den russischen Lehrplan.
Russland erkannte die selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk kurz vor der Entsendung von Truppen in die Ukraine im Februar 2022 als unabhängige Einheiten an und erklärte, es sei gezwungen, die russischsprachige Bevölkerung dort vor Verfolgung zu schützen.
Die Ukraine und westliche Länder hielten diesen Vorwand für die umfassende Invasion für unbegründet.
Nur Russland und sein Verbündeter Syrien erkennen die beiden Republiken als unabhängige Einheiten an.
Im September 2022 kündigte Russlands Präsident Wladimir Putin die Annexion von vier Regionen der Ukraine – Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja – an und bezeichnete sie als „neue Gebiete“ und als zu Russland gehörend.










