Urlaub an Nordsee und Ostsee

Keine Zigaretten: Strände immer öfter rauchfrei

23.03.2026 – 12:34 UhrLesedauer: 3 Min.

Schleswig-Holstein: Immer wieder bleiben Zigarettenkippen an den Stränden zurück. Auf der Insel Föhr gibt es mancherorts rauchfreie Zonen am Strand. (Archivbild) (Quelle: Clara Margais/dpa/dpa-bilder)

Auch wegen alter Zigarettenkippen gibt es mancherorts in SH und MV rauchfreie Zonen an den Stränden. Auf der Insel Sylt gibt es andere Methoden gegen Ökosünder.

Kleinkinder buddeln sie beim Spielen im Sand aus, und Urlauber entdecken sie neben ihrem ausgebreiteten Handtuch. Zigarettenkippen liegen immer und überall an den Stränden in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. In einigen Kommunen an Nordsee und Ostsee gibt es daher inzwischen rauchfreie Zonen.

„Je weniger Müll im Sand liegt, desto besser für Natur, Umwelt und Mensch“, sagte Stefan Borgmann, Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH), der Deutschen Presse-Agentur. Die TASH würde rauchfreie Strände auch daher begrüßen. Zuständig dafür seien allerdings die Kommunen.

Es gibt kostenlose Strandaschenbecher und auch umsichtige Raucher: „Trotzdem kommen jedes Jahr bei den Strand-Säuberungstagen an Nord- und Ostsee tausende Zigarettenkippen zum Vorschein“, teilte Borgmann mit.

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In Wyk auf der Insel Föhr sei das Rauchen am Strand grundsätzlich untersagt und nur in speziellen Raucherbereichen in fünf ausgewiesenen Abschnitten erlaubt, teilte ein Sprecher vom Amt Föhr-Amrum der dpa mit. Nichtraucherzonen gibt es hier seit Ende 2020.

„Rauchen gefährdet nicht nur die Gesundheit, auch viele Menschen fühlen sich durch den Rauch belästigt. Ferner schädigen achtlos weggeworfene Kippen Menschen, Tiere und Umwelt“, teilt das Amt auf seiner Homepage mit. Kostenlose Strandaschenbecher sollen zudem Abhilfe schaffen. Auch in den Orten Utersum und Nieblum auf Föhr gibt es Nichtraucherzonen.

In Eckernförde (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ist der komplette Hauptstrand seit 2022 eine ausgewiesene rauchfreie Zone. Das Verbot gelte für den Sandbereich, einschließlich Strandkörbe und Liegen, um die Umwelt zu schützen und Kippen im Sand zu vermeiden, teilte eine Sprecherin der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH mit. Ausgenommen von dieser Regelung sind demnach die Strandbistros. Beschwerden zu den Verbotszonen habe es bisher nicht gegeben.

In Kiel gebe es rauchfreie Badestege in der Innenförde, da dort – anders als an den weitläufigen Stränden – nicht genug Platz sei, um auf Nichtraucher sowie Kindern und Familien Rücksicht zu nehmen, teilte ein Stadtsprecher der dpa mit. Rauchfreie Strände sind in der Landeshauptstadt nicht geplant.

Durch Rücksichtnahme und selbstständige Entsorgung aller Abfälle könne der Strandaufenthalt für alle Gäste nachhaltig werden und der Strand als Erholungsraum für alle erhalten werden.

Sylt setzt auf Aschenbecher am Strand

Verbotszonen für das Rauchen von Zigaretten gibt es auf der größten deutschen Nordseeinsel nicht. „Stattdessen legen wir den Schwerpunkt auf die Strandreinigung und eine aktive Aufklärungsarbeit“, teilte eine Sprecherin des
Insel Sylt Tourismus-Service der dpa mit.

Um den Sand auch von Kippen zu befreien, werden die Strände hier während der Saison mit speziellen Reinigungsmaschinen gesäubert. Zudem gibt es laut ISTS kostenfreies Equipment für persönliche „Beach Clean-ups“ (zu Deutsch: Strand-Säuberungen) an den Touristen-Informationen, kostenlose Strandaschenbecher sowie spezielle Müll-Sammelstationen an den Stränden.

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