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Home » Hunderte Tote Aale angespült – Verdacht geäußert
Panorama

Hunderte Tote Aale angespült – Verdacht geäußert

MitarbeiterBy MitarbeiterMärz 18, 2026
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Hunderte Tote Aale angespült – Verdacht geäußert

„Es blutet einem das Herz“

Hunderte tote Aale liegen am Rhein – klarer Verdacht


Aktualisiert am 18.03.2026 – 15:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Die toten Tiere am Ufer des Rheins: Experten vermuten, dass Wasserkraftanlagen verantwortlich sind. (Quelle: Rheinischer Fischereiverband)

Spaziergänger machen einen traurigen Fund – Experten sprechen von einem „erschreckenden Bild“: Die toten Aale weisen vielsagende Merkmale auf.

In Nordrhein-Westfalen sind in den vergangenen Tagen Hunderte tote Aale am Rhein angeschwemmt worden. Mehrere Medien berichteten etwa über Funde in Düsseldorf, Bonn, Köln und Rees. Besonders viele Tiere seien am Freitag (13. März) angespült worden, berichtete die „Rheinische Post“.

Der Rheinische Fischereiverband spricht auf seiner Webseite von einem „Massenfund toter Aale am Rhein“. Bereits seit zwei Wochen zeige sich ein „erschreckendes Bild“, so die Experten. Bei den angespülten Tieren handle es sich um geschlechtsreife Aale, die sich auf dem Weg in die Sargassosee im Nordatlantik befunden hätten, um dort abzulaichen.

Die Tiere weisen laut dem Verband „deutliche Anzeichen einer mechanischen Einwirkung“ auf und seien „zum Teil zerstückelt“. Als Ursache vermuten die Experten Wasserkraftanlagen: Die Tiere könnten in eine Turbine oder den Rechen der Anlagen geraten sein. Dadurch könnten die tödlichen Verletzungen entstanden sein. Das Phänomen sei grundsätzlich nicht neu, die Vielzahl der toten Tiere bringe aber „eine neue Brisanz“ mit sich. Der Fischereiverband will die Tiere nun wissenschaftlich untersuchen.

Fabian Gräfe, Geschäftsführer des Rheinischen Fischereiverbands, sagte laut Mitteilung: „Es blutet einem das Herz: Seit Jahren engagieren wir uns mit großem Einsatz für den Erhalt dieser faszinierenden Fischart und haben unzählige junge Glasaale in den Gewässern von NRW ausgewildert. Umso erschütternder ist es, diese sinnlos getöteten Elterntiere zu sehen – Tiere, die für den Fortbestand der ohnehin stark bedrohten Population von unschätzbarem Wert sind.“

Aale schlüpfen in der Regel in der Sargassosee im Nordatlantik und schwimmen über Jahre durch den Golfstrom und Flüsse nach Europa. Nach acht bis zwölf Jahren kehren sie in die Sargassosee zurück, um zu laichen.

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