Am Großen Stern in Berlin

600 Menschen versammeln sich zu Demo rund um Xavier Naidoo

14.03.2026 – 15:39 UhrLesedauer: 1 Min.

Xavier Naidoo: Bei einer Demonstration von Verschwörungsanhängern in Berlin trat der Sänger auf. (Quelle: Fabian Sommer/dpa/dpa-bilder)

Xavier Naidoo hat Verschwörungsanhänger erneut zu einer Demonstration in Berlin mobilisiert. Seine Aussagen ziehen scharfe Kritik auf sich.

Am Samstag haben sich laut Polizei am Großen Stern in Berlin 600 Menschen zu einer Demonstration rund um Sänger Xavier Naidoo versammelt.

Die Kundgebung trug den Titel „Transparenz, Rechtsstaat und Schutz von Minderjährigen – Aufklärung im Kontext möglicher deutscher Bezüge im internationalen Epstein-Komplex“. Gleichzeitig protestierten laut einem Polizeisprecher 200 bis 300 Gegendemonstranten. Auf manchen Plakaten beschimpften Teilnehmer Politiker wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Naidoo sang zunächst eines seiner früheren Lieder. Danach sprach er in Andeutungen über „Menschen, die furchtbare Dinge tun“. Er thematisierte verbreiteten Kindesmissbrauch und schilderte, er habe im Kindesalter selbst ein solches Ereignis erlebt. In Deutschland sei „der Abgrund genauso tief“, sagte Naidoo.

Bereits Mitte Februar hatte Naidoo bei einer Demonstration in Berlin von „Menschenfressern“ gesprochen und gesagt: „Die fressen unsere Babys.“ Laut Experten sind solche Äußerungen unter anderem als antisemitische Andeutungen einzuordnen. Seit Jahrhunderten existiert die Verschwörungserzählung, Juden töteten aus rituellen Gründen Kinder. Naidoos Management äußerte sich auf Anfrage nicht.

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