Frauen-Bundesliga
HSV und Werder liefern sich Elfmeter-Drama vor Rekordkulisse
21.02.2026 – 16:35 UhrLesedauer: 1 Min.
Dreimal entscheidet die Schiedsrichterin im Spiel des HSV gegen Werder auf Strafstoß. Nur zwei davon werden verwandelt. Am Ende heißt es im Volksparkstadion Unentschieden.
Das Nordderby in der Frauenfußball-Bundesliga zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen hat am Samstag mit einem 1:1-Unentschieden geendet. Insgesamt drei Elfmeter prägten die Partie im Hamburger Volksparkstadion.
Sophie Hillebrand brachte die Gastgeberinnen in der 18. Minute per Strafstoß in Führung. Noch in der ersten Hälfte entschied Schiedsrichterin Karoline Wacker erneut auf Strafstoß für den HSV. Die Bremerin Michelle Weiß hatte die Hamburgerin Lotta Wrede zu Fall gebracht. Im zweiten Versuch aber scheiterte Hillebrand an Werder-Torhüterin Mariella El Sherif.
Der HSV ging mit diesem Vorsprung in die Halbzeitpause und verteidigte die knappe Führung bis zur 63. Minute. Dann traf Larissa Mühlhaus für die Bremerinnen ebenfalls vom Elfmeterpunkt und erzielte den Ausgleich. Das 1:1 blieb bis zum Schlusspfiff bestehen. Das Remis war nach Spielverlauf leistungsgerecht. Kurz vor dem Abpfiff (90.+3) sah die zuvor ausgewechselte Bremerin Lina Hausicke wegen Meckerns noch die Gelb-Rote Karte.
Der Tabellen-Sechste Werder verpasste es durch das Remis, sich weiter an die Champions-League-Plätze heranzukämpfen. Der HSV steht als Zwölfter jetzt drei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz.
Die 12.276 Besucher im Volksparkstadion bedeuteten einen Zuschauerrekord bei einem Bundesliga-Heimspiel der HSV-Frauen. Im März vergangenen Jahres waren die 57.000 Besucher beim Pokal-Halbfinale zwischen Hamburg und Bremen die deutsche Bestmarke gewesen. Diese wurde zu Beginn der laufenden Saison durch die 57.762 Fans beim Eröffnungsspiel zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen durchbrochen.
