Er hält einen Vereinsrekord

„Mann der tausend Hände“: HSV-Ikone stirbt mit 91


25.02.2026 – 17:14 UhrLesedauer: 2 Min.

HSV-Torwart Horst Schnoor (Archivbild): Der Schlussmann der Meisterelf von 1960 ist mit 91 Jahren gestorben. (Quelle: IMAGO / Oliver Hardt)

Trauer um eine prägende Figur der HSV-Geschichte: Rekordtorwart Horst Schnoor ist im Alter von 91 Jahren gestorben. 1960 gewann er mit Uwe Seeler die Meisterschaft.

Der HSV trauert um eine echte Vereinsikone: Horst Schnoor ist am Mittwoch (25. Februar) mit 91 Jahren gestorben. Kein anderer Spieler stand so oft im Tor der „Rothosen“ wie der gebürtige Hamburger. Wegen seiner Leistungen nannten ihn viele den „Mann der tausend Hände“.

Bereits mit 18 Jahren wurde Schnoor 1952 zum Stammtorwart und blieb es bis zum Ende der Saison 1966/67. In 507 Pflichtspielen trug er das HSV-Trikot. Nur Manfred Kaltz (744 Einsätze) und Uwe Seeler (587) kamen auf noch mehr Partien.

Horst Schnoor hält bis heute einen Vereinsrekord, der vermutlich für die Ewigkeit bestimmt ist. 139 Mal gelang es ihm, ein Spiel „zu Null“, also ohne Gegentor, zu beenden. Zudem schrieb er als erster HSV-Torhüter mit einem Pflichtspieltor Geschichte. In der Oberliga Nord verwandelte er 1959 und 1961 jeweils einen Elfmeter sicher vom Punkt.

1960 gehörte Horst Schnoor zur Mannschaft des HSV, die die Deutsche Meisterschaft gewinnen konnte. Der Kader um Uwe Seeler, Charly Dörfel, Jürgen Werner und Jochen Meinke stammte fast ausschließlich aus Hamburg – nur Jürgen Kurbjuhn kam aus dem nahen Buxtehude. Drei Jahre später stand Schnoor auch beim 3:0-Sieg im DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund im Tor.

In der Nationalmannschaft blieb ihm ein Einsatz verwehrt. Bundestrainer Sepp Herberger berief ihn 1960 und 1961 zwar wiederholt in den Kader, setzte ihn jedoch nicht ein.

Auch nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn blieb Schnoor seinem HSV eng verbunden. 2007 wurde er als erster Torwart auf dem „Walk of Fame“ vor dem Volksparkstadion verewigt – nicht mit einem Fuß-, sondern mit einem Handabdruck.

Bis ins hohe Alter verfolgte er die Heimspiele im Volksparkstadion. Selbst beim 6:1 gegen Ulm, dem historischen Aufstiegsspiel, saß Horst Schnoor im Mai 2025 noch auf der Tribüne.

Share.
Exit mobile version