Putin frohlockt
Rettungsanker spült Milliarden in Russlands Wirtschaft
Aktualisiert am 03.06.2026 – 17:24 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Irankrieg beschert der russischen Wirtschaft ungeahnte Milliarden. Für Präsident Putin ist das ein Rettungsanker.
Angetrieben von hohen Weltmarktpreisen infolge des Nahost-Krieges sind die Einnahmen Russlands aus dem Öl- und Gasgeschäft im Mai sprunghaft angestiegen. Sie legten im Jahresvergleich um 32,4 Prozent auf 678,9 Milliarden Rubel (etwa acht Milliarden Euro)
zu, wie das Finanzministerium am Mittwoch in Moskau mitteilte. Die Einkünfte aus dem Öl- und Gasgeschäft machen rund ein Fünftel der gesamten russischen Staatseinnahmen aus.
Im Vergleich zum Vormonat sanken die Einnahmen allerdings um 20,7 Prozent, was das Ministerium mit turnusmäßig anfallenden Gewinnsteuern im April begründete. Auch die
Bilanz für die ersten fünf Monate des Jahres fällt schwächer aus: Mit knapp drei Billionen Rubel lagen die Einnahmen rund 30 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Ukraine wehrt sich im Krieg gegen den Nachbarn mit Angriffen auf die russische Ölindustrie.
Russlands Wirtschaft ächzt unter Kriegsausgaben
Die Öl- und Gaseinnahmen sind die wichtigste Einnahmequelle für den Kreml, dessen Finanzen durch die hohen Ausgaben für den seit Februar 2022 andauernden
Krieg in der Ukraine angespannt sind. Als drittgrößter Ölproduzent der Welt nach den USA und Saudi-Arabien profitiert Russland maßgeblich von dem Preisanstieg, der nach Beginn des amerikanisch-israelischen Militäreinsatzes im Iran Ende Februar einsetzte.
Im vergangenen Jahr waren die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft um 24 Prozent auf 8,48 Billionen Rubel eingebrochen, der niedrigste Stand seit 2020. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die russische Regierung mit Einnahmen aus diesem Sektor von 8,92 Billionen Rubel bei veranschlagten Gesamteinnahmen von 40,28 Billionen Rubel.










