Statt Nahost
Spanien-Boom: Deutsche Fluggesellschaften stocken auf
Aktualisiert am 26.03.2026 – 11:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit Beginn des Iran-Kriegs zieht es mehr Urlauber nach Westeuropa. Eurowings und Tui Fly stocken das Angebot kräftig auf. Ein Klassiker ist besonders gefragt.
Deutschlands größte Direktfluggesellschaft Eurowings hat zu Ostern eine verstärkte Nachfrage nach Westeuropa-Flügen registriert. Man beobachte seit Beginn des Iran-Kriegs eine dynamische Verlagerung der Verkehrsströme, teilte die Lufthansa-Tochter mit. Daher habe man bis Ende Mai rund 170 zusätzliche Flüge aufgesetzt, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Es würden rund 36.000 Plätze zusätzlich angeboten.
Allein am bevorstehenden ersten Ferienwochenende fliegt Eurowings rund 200.000 Passagiere in die Ferien. Besonders gefragt sei nach verhaltenem Buchungsstart die Balearen-Insel Mallorca, die allein rund 100 Mal zusätzlich von deutschen Flughäfen angesteuert wird. Weitere zusätzliche Verbindungen gehen auf die Kanaren sowie nach Málaga, Neapel, Faro und Nizza.
„Viele setzen aktuell bewusst auf vertraute Sonnenziele in Spanien und Griechenland“, sagt Tui-Geschäftsführer Benjamin Jacobi. „Hier zeigt sich einmal mehr der Vorteil der eigenen Fluggesellschaft, mit der wir flexibel auf Nachfrageentwicklungen reagieren und zusätzliche Kapazitäten schnell in den Markt bringen können.“
Betroffen sind insbesondere Gepäckabfertigung, Boarding und Flugzeugabfertigung an zahlreichen spanischen Flughäfen, darunter in Palma de Mallorca, auf den Kanaren sowie auch in Madrid, Barcelona und Málaga. Der Hintergrund sind Forderungen der Gewerkschaften nach höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen.
Trotz der Arbeitskämpfe ist in Spanien nicht bzw. nur mit wenigen Ausfällen zu rechnen. Wegen der von der spanischen Gesetzgebung vorgeschriebenen Aufrechterhaltung von sogenannten „Mindestdiensten“ darf meistens nur ein kleiner Teil der Arbeiter in den Ausstand treten.
