Hochwasser in Rheinland-Pfalz

Pegel steigt in drei Stunden um 1,69 Meter

Aktualisiert am 20.06.2026 – 09:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Hochwasser nach starkem Regen in Seelbach. Zu einem 50-jährigen Hochwasser könnte es bei dem Unwetter in Rheinland-Pfalz gekommen sein. (Quelle: Bernd März)

Ein Unwetter hat im Rhein-Lahn-Kreis die Flüsse rasant anschwellen lassen. Erste Daten deuten auf ein seltenes Extremereignis hin.

Im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz haben die Pegel der Flüsse Dörsbach, Mühlbach und Aar nach einem Unwetter innerhalb weniger Stunden stark zugenommen. Erste Daten legen nahe, dass es sich um ein sogenanntes 50-jähriges Hochwasser handelt – also ein Ereignis, das statistisch nur alle 50 Jahre vorkommt. Das teilte eine Sprecherin des Kreises mit.

Wie schnell der Pegel stieg, zeigen die Messwerte an der Messstelle beim Kloster Arnstein: Um 17 Uhr lag der Wasserstand des Dörsbachs noch bei 27 Zentimetern. Bis 20.45 Uhr kletterte er auf 1,96 Meter.

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In den Stunden danach fiel der Pegel wieder. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte am Abend zeitweise vor einem Extremhochwasser gewarnt. Zwischenzeitlich richteten die Behörden beim Katastrophenschutz eine Koordinierungsstelle ein.

Besonders betroffen war der Bereich um den Ort Katzenelnbogen. Dort musste ein Mittelaltermarkt wegen der Überflutungsgefahr kurzfristig abgesagt werden. Ein Zeltlager wurde vorsorglich geräumt. Die Feuerwehr rückte wegen überfluteter Straßen und umgestürzter Bäume mehr als 60 Mal aus.

Zum Vergleich: 2021 traf ein Jahrhunderthochwasser das Ahrtal. Dabei kamen mindestens 135 Menschen ums Leben und tausende Gebäude wurden zerstört.

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Stadtalarm in Bergheim

In Bergheim im (Rhein-Erft-Kreis) ist die Feuerwehr zu mehr als 100 Einsätzen wegen des Unwetters ausgerückt. Vorwiegend waren die Einsatzkräfte wegen vollgelaufener Keller und umgestürzter Bäume alarmiert worden, hieß es in einer Mitteilung der Feuerwehr. In einigen Kellern stand den Angaben zufolge das Wasser rund 30 Zentimeter hoch. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.

Wegen des Unwetters und der zahlreichen Einsätze sei am Freitagabend „Stadtalarm“ ausgelöst worden. Daraufhin hätten sich alle verfügbaren Einheiten im Einsatz befunden, hieß es weiter. Zudem richteten die Feuerwehrleute eine Koordinierungsstelle ein, um die zahlreichen Einsätze zu organisieren. Insgesamt seien mehr als 120 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen.

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