Zeitumstellung
Wer muss die Uhr schon am 9. März umstellen?
07.03.2026 – 12:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Countdown läuft: Am zweiten Sonntag im März beginnt in Nordamerika die Sommerzeit. Deutschland muss noch auf die Zeitumstellung warten.
Während Deutschland und der Rest der Europäischen Union noch gut drei Wochen Zeit haben, beginnt die Sommerzeit in Teilen der Welt bereits an diesem Wochenende. In der Nacht von Samstag, 8. März, auf Sonntag, 9. März, werden unter anderem in den USA und Kanada die Uhren umgestellt.
Um 2 Uhr Ortszeit springen die Uhren eine Stunde nach vorn. Dadurch bleibt es abends länger hell. Auch der Großteil von Mexiko folgt diesem Termin. In Nordamerika gilt diese Regelung bereits seit 2007: Dort beginnt die Sommerzeit stets am zweiten Sonntag im März.
Für Menschen in Deutschland hat das kurzfristige Folgen. Wer in den kommenden Tagen in die USA oder nach Kanada reist oder beruflich mit Partnern dort zusammenarbeitet, sollte die Zeitverschiebung im Blick behalten. Vorübergehend verändert sich der Zeitunterschied. Zu New York beträgt er nur noch fünf statt sechs Stunden, zu Los Angeles acht statt neun Stunden. Diese Verschiebung bleibt bestehen, bis auch Europa seine Uhren umstellt.
1907 hatte der Brite William Willett vorgeschlagen, die Uhren im Sommer vorzustellen. Sein Ziel war es, das Tageslicht an den Abenden länger nutzen zu können. Während des Ersten Weltkriegs wurde die Zeitumstellung erstmals eingeführt. Deutschland stellte 1916 die Uhren vor, um Energie zu sparen und die Produktion in der Rüstungsindustrie effizienter zu nutzen. Auch andere europäische Länder folgten diesem Beispiel.
Bis heute wird in Europa zweimal im Jahr an der Uhr gedreht. Dabei steht die Abschaffung der Zeitumstellung politisch schon lange zur Debatte. Die EU-Kommission hatte 2018 vorgeschlagen, dass sich die Mitgliedstaaten dauerhaft für Sommerzeit oder Standardzeit entscheiden sollen. Der damalige Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte später: „Da bin ich bis heute stolz darauf, dass ich das vorgeschlagen habe – und traurig darüber, dass die Mitgliedsstaaten das nicht umgesetzt haben.“ Bislang konnten sich die EU-Länder jedoch nicht auf eine gemeinsame Lösung einigen.











