Ausflugstipp

Bärlauch in Franken: Wo sich der wilde Knoblauch versteckt


Aktualisiert am 05.04.2026 – 20:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Bärlauch im Wald (Archivbild): Es sollte immer nur so viel gepflückt werden, wie an einem Tag verzehrt werden kann. (Quelle: IMAGO/Frank Drechsler)

Mit dem Frühling startet auch die Bärlauchsaison. Wer die Wildpflanze sammeln und verarbeiten möchte, hat jetzt gute Chancen bei der Suche.

Wenn die Temperaturen wieder milder werden und der Frühling in Deutschland Einzug hält, beginnen nicht nur Bäume und Sträucher zu blühen. Wer bei einem Spaziergang durch den Wald aufmerksam auf seine Umgebung achtet, der entdeckt mitunter dunkelgrüne, kräftige Blätter. Dabei könnte es sich um den beliebten Bärlauch handeln. Wann er blüht und wo er rund um Nürnberg zu finden ist.

Die Blütezeit des wilden Knoblauchs, wie Bärlauch auch genannt wird, ist in Franken von Mitte März bis Anfang Mai – abhängig von der Witterung. Gesammelt werden sollte die Wildpflanze am besten bevor sie in voller Blüte steht. Denn mit Beginn der Blüte verliert der Bärlauch an Aroma. Außerdem lässt die Qualität der Blätter deutlich nach.

Rund um Nürnberg gibt es einige Hotspots, an denen Sammler fündig werden können. Die Wildpflanze bevorzugt halbschattige, feuchte Laub- und Auwälder. Diese finden sich in der Region unter anderem in Fürth, Erlangen, Lauf an der Pegnitz oder in Gräfenberg.

Wer die Suche nach Bärlauch direkt mit einer Wanderung verbinden möchte, für den lohnt sich ein Ausflug in die Fränkische Schweiz. Im dortigen Naturpark gibt es einen regelrechten Bärlauch-Teppich zu bestaunen.

Doch beim Pflücken der Pflanze ist Vorsicht geboten. Oft kommt es beim Sammeln zur Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen und Herbstzeitlosen kommen. Diese habe jedoch eine andere Blattanordnung und riechen nicht nach Knoblauch. Letzteres ist das markanteste Merkmal des Bärlauches. Dieser entfaltet sich besonders stark, wenn man ein Blatt zwischen den Fingern zerreibt.

Wer sich nicht zu 100 Prozent sicher ist, um welche Pflanze es sich handelt, sollte lieber auf das Sammeln verzichten. Grundsätzlich gilt beim Sammeln: Wirklich nur so viel pflücken, wie auch an einem Tag verzehrt werden kann und immer den Großteil des Bestandes stehen lassen.

Wer Bärlauch gefunden hat und diesen ernten möchte, sollte am besten ein Messer oder eine Schere dabei haben. Nach dem Abtrennen der Blätter sollten diese in einen luftigen Stoffbeutel gepackt werden, da sie in Plastik schnell zu schwitzen beginnen. Zuhause sollte der Bärlauch dann gründlich gewaschen und zeitnah verzehrt werden. Alternativ kann man ihn auch einfrieren.

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