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Deutschland

Hier können Sie jetzt einen Demenz-Check in der Apotheke machen

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 10, 2026
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Hier können Sie jetzt einen Demenz-Check in der Apotheke machen

Studie mit TUM

14 Apotheken bieten freiwilligen Demenz-Check an

10.07.2026 – 13:13 UhrLesedauer: 2 Min.

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Eine Apotheke mit einer Temperaturanzeige (Symbolbild): In einigen Apotheken in München gibt es ein spezielles Angebot zur Demenzvorsorge. (Quelle: Volker Herold/imago)

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Menschen ab 60 können in teilnehmenden Apotheken einen Test zur Gedächtnisleistung machen. Bei auffälligem Ergebnis folgen weitere Gespräche und Hilfsangebote.

Viele Menschen bemerken erste Gedächtnisveränderungen, suchen aber aus Angst oder Scham keine Hilfe. An dieser Stelle setzt ein Modellprojekt des LMU Klinikums München an: 14 Apotheken im Großraum München bieten Menschen ab 60 Jahren einen freiwilligen Gedächtnis-Check an – per Tablet-PC, im Hinterraum der Apotheke, ohne Aufsicht.

Das Projekt heißt „Dare“ – Demenzfreundliche Apotheken als Ressource für die psychische Gesundheit im Alter. Geleitet wird es von der Psychologin Cosima Dermann und dem Psychiatrieprofessor Robert Perneczky am LMU Klinikum München. „Früherkennung muss nicht gleich mit einem Test beginnen, aber mit einem Gespräch“, sagt Dermann laut einer Mitteilung des Wissenschaftlichen Instituts für Prävention im Gesundheitswesen in Bayern.

So läuft der Demenz-Check ab

Wer mitmachen möchte, vereinbart einen Termin in der Apotheke. Dort absolviert die Person am Tablet fünf Tests – zur visuellen Wahrnehmung, zur Suchgeschwindigkeit und zum Gedächtnis – und beantwortet vier Fragebögen zu Risikofaktoren wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Depression. Der Check dauert rund 30 Minuten und kann jederzeit abgebrochen werden.

Die Apotheke erhält einige Tage später einen Befundbericht. Fällt das Ergebnis unterdurchschnittlich aus, wird die Person zu einem weiteren Gespräch eingeladen. Dabei kann laut Dermann gemeinsam überlegt werden, welche nächsten Schritte sinnvoll sind – etwa ein Arztbesuch, ein Termin bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in München oder eine Vorstellung in der Gedächtnissprechstunde des Alzheimer Therapie- und Forschungszentrums am LMU Klinikum. Eine Diagnose stellen die Apotheken nicht.

Die 14 beteiligten Apotheken

München: Münchner-Kindl-Apotheke, Limesstr. 111; Isartal-Apotheke, Pullacher Platz; Nauplia-Apotheke, Säbener Str. 170; Ost-Apotheke, Josephsburgstr. 83; Fidelio-Apotheke, Freischützstr. 15a; Unterhaching: Pfauen-Apotheke, Parkstr. 27; Gilching St. Vitus-Apotheke, Römerstr. 32; Fürstenfeldbruck: Amper-Apotheke, Geschwister-Scholl-Platz 4; Holzkirchen: Seemüller-Apotheke im HEP, Rosenheimerstr. 21; Odelzhausen Vital Apotheke, Hauptstr. 3; Schwabhausen: Michaels-Apotheke, Münchener Str. 9; Erdweg: Paulus-Apotheke, Hauptstr. 16; Ismaning: Apotheke Dr. Aurnhammer, Bahnhofstr. 26; Unterföhring: Knut Leonhardt Möven-Apotheke, Münchner Str. 83.

Wer dem zugestimmt hat, wird nach Angaben von Dermann ein Jahr nach dem Test telefonisch befragt – mit der Möglichkeit einer Nachuntersuchung am LMU Klinikum. Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr angelegt, eine Verlängerung um bis zu zwei weitere Jahre ist vorgesehen. Gefördert wird es vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention; Kooperationspartner ist unter anderem die Deutsche Alzheimer Gesellschaft.

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