Besonderes Immobilienangebot
Ein Zuchtstar machte diesen Hof berühmt
Aktualisiert am 30.08.2026 – 02:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Hinter dem Herrenhaus steckt die Geschichte des Zuchthengsts Elimar. Mehr als 120 Jahre später sucht das außergewöhnliche Anwesen einen neuen Besitzer.
Ein stattliches Herrenhaus, eine rund 350 Meter lange private Zufahrt und viel Platz ringsum: In Nordbollenhagen, einem Ortsteil der Gemeinde Jade, steht ein außergewöhnliches Anwesen zum Verkauf. Das 1911 errichtete Gebäude bietet rund 320 Quadratmeter Wohnfläche auf einem etwa 33.000 Quadratmeter großen Grundstück.
Seine Besonderheit liegt jedoch nicht allein in Größe und Alleinlage, so das Inserat bei „Immobilienscout24“. Nach Angaben des Maklers befand sich hier um die Jahrhundertwende ein erfolgreiches Gestüt. Die historische Spur führt zu einem Pferd, das vor mehr als 120 Jahren in der Oldenburger Zucht für Aufsehen sorgte: dem Hengst „Elimar 1541“.
Berühmter Zuchthengst deckte 227 Stuten
Elimar wurde 1902 geboren und stammte vom Hengst Elegant und der Stute Orsina ab. Eine zeitgenössische Quelle nennt als Züchter und Besitzer den Gutsbesitzer Frels aus Bollenhagen bei Jade. Damit ist der Bezug des Hengstes zum Ort unabhängig vom heutigen Immobilienangebot belegt.
Schon als junger Hengst war Elimar offenbar außergewöhnlich gefragt. Ein historischer Bericht bezeichnet ihn als einen der am meisten bewunderten Hengste einer Oldenburger Körung. Als Dreijähriger deckte „Elimar“ dem Bericht zufolge innerhalb eines Frühjahrs 227 Stuten. Der Autor kommentierte den Erfolg damals begeistert: „Das ist Pferdezucht, welche sich rentiert!“
Zehn Zimmer und Zugang zum See
Das heute angebotene Herrenhaus wurde 1911 gebaut und damit einige Jahre nach „Elimars“ Geburt. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde es nach Angaben des Anbieters umfangreich modernisiert.
Das Haus verfügt über zehn Zimmer, darunter sieben Schlafzimmer, sowie rund 220 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche. Zum weitläufigen Grundstück gehören außerdem Nebengebäude, große Terrassen und nach Angaben des Maklers ein Zugang zu einem See.
Wer künftig auf dem Anwesen mit seiner ungewöhnlichen Pferdevergangenheit wohnen möchte, muss 875.000 Euro bezahlen. Hinzu kommt für Käufer eine Maklerprovision von 3,57 Prozent des Kaufpreises.
