Im Iran gestorben

Behörden beschlagnahmen Rocker-Leiche am Flughafen

Aktualisiert am 26.03.2026 – 12:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Rückseite der Westen von Hells-Angeles-Mitgliedern (Symbolbild): In Köln wurde die Leiche eines hochrangen ehemaligen Rockers beschlagnahmt. (Quelle: Franziska Kraufmann/dpa)

Erkan A. war einst Chef der Kölner Hells Angels, nun ist er im Iran ums Leben gekommen. Die Staatsanwaltschaft hat die Leiche beschlagnahmt.

Ein gesuchtes Mitglied der Rockergruppierung Hells Angels ist im Iran gestorben. nachdem zunächst die „Bild“-Zeitung berichtet hatte, bestätigte der Kölner Staatsanwalt Ulrich Bremer der Deutsche Presse-Agentur, dass die Leiche des Mannes am Flughafen Köln/Bonn durch die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde. Bei dem Mann handelt es sich „zweifelsfrei“ um den gesuchten Rocker, nachdem die Behörden wegen Mordes gefahndet hatten.

Die Angehörigen des 39-jährigen Erkan An. hätten seinen Leichnam vom Iran nach Deutschland überführen lassen, um ihn hier zu bestatten. Der Mann soll vor elf Jahren als Chef der Kölner Hells Angels einen 29-Järhigen in einer Kölner Kneipe erschossen haben. Seitdem war nach ihm mit einem internationalen Haftbefehl gesuct wurden. Laut Ulrich Bremer werde das Verfahren nach dem Tod des Gesuchten nun eingestellt.

Mittäter des Verstorbenen mussten sich wegen der Tat bereits vor Gericht verantworten. Im Prozess sprach die zuständige Staatsanwältin von einer „eiskalten Hinrichtung“. Der Mord an dem 29-Jährigen sei ein Racheakt gewesen, nachdem in einen Treffpunkt der Hells Angels eingebrochen und Spielautomaten geplündert worden waren.

Ein Tippgeber soll die Einbrecher gegen eine Belohnung von 5.000 Euro an die Rocker verraten haben, die dann in der Kölner Kneipe Vergeltung genommen haben sollen. Der 29-Jährige wurde erschossen, zwei weitere Männer wurden lebensgefährlich verletzt. Der damalige Boss der Kölner Hells Angels soll sich dann über die Türkei in den Iran abgesetzt haben. Wie er ums Leben kam, sei derzeit noch unklar.

In der Rechtsmedizin seien keine äußeren Hinweise auf ein Fremdverschulden festgestellt worden, sagte Bremer. Toxikologische Untersuchungen, mit denen der Vermutung nachgegangen wird, der 39-Jährige könne vergiftet worden sein, dauerten an. Zwischenzeitlich soll Erkan A. zu den Bandidos übergelaufen sein.

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