„Enormer Druck fiel ab“
Heinz Hoenig ist wieder krankenversichert
24.04.2026 – 18:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Krankheit und hohe Kosten stellen Heinz Hoenig vor große Herausforderungen. Jetzt gibt es eine wichtige Neuerung, die seine medizinische Versorgung betrifft.
Seit dem 1. April 2026 ist Heinz Hoenig wieder krankenversichert. Möglich wurde das durch den Einsatz eines Hamburger Fachanwalts für Medizinrecht, der sich über zwei Jahre hinweg unentgeltlich für den 74-Jährigen engagierte. Dies berichtete „Bild“. Zuvor galt Hoenig lange Zeit als nicht versicherbar.
Annika Kärsten-Hoenig, die Frau des Schauspielers, sagte der Zeitung: „Heinz und ich sind so was von erleichtert. Mit diesem Brief fiel der enorme Druck der vergangenen Jahre von uns ab. Das Wissen, dass mein Heinzi nun endlich wieder abgesichert ist, gibt mir unglaublich viel Kraft.“
Der damals nicht krankenversicherte Hoenig war im April 2024 wegen akuter Herzprobleme in ein Krankenhaus gebracht worden und hatte zeitweise im künstlichen Koma gelegen. Anschließend war er an der Speiseröhre operiert worden. Seither haben sich Behandlungskosten von rund einer halben Million Euro angehäuft. „Wir versuchen, uns da allein herauszukämpfen und das Geld aus eigener Tasche abzubezahlen“, sagte seine Frau.
Der Hamburger Anwalt Frank Michael Kuhn hatte 2024 durch Medienberichte erfahren, dass Hoenig „angeblich nicht versicherbar“ sei. Er bot den Hoenigs an, pro bono, also kostenlos, für sie zu arbeiten. Der Jurist arbeitete sich schließlich detailliert durch Hoenigs Versicherungsbiografie. Das Ergebnis dieser Recherchen: „Kein gesetzlicher Krankenversicherer war mehr zuständig. Damit war der Weg frei für eine private Basisversicherung. Herr Hoenig ist jetzt basisversichert und genießt den Krankenversicherungsschutz, den ein gesetzlich Versicherter genießt. Mit anderen Worten, er ist privatpflichtversichert.“ Die neue Krankenversicherung besteht nun seit Anfang April 2026, der monatliche Beitrag liegt bei 1.017,18 Euro.
Trotz der neuen Versicherung bleiben die bisherigen Schulden bestehen. Künftige medizinische Ausgaben werden jedoch übernommen. „Allein die künstliche Ernährung von Heinz kostet 1300 Euro im Monat. Dazu kommen Medikamente, Arztbesuche, engmaschige Kontrollen. Das läppert sich“, erklärte Kärsten-Hoenig.
