Haus in Görlitz stürzt ein
Suche nach Vermissten läuft – „Können Sie uns hören?“
Aktualisiert am 19.05.2026 – 04:46 UhrLesedauer: 3 Min.
Ein Haus im sächsischen Görlitz stürzt plötzlich ein. Menschen werden vermisst. An der Unfallstelle läuft die Suche nach ihnen auf Hochtouren.
Nach dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses in der Innenstadt von Görlitz läuft die Suche nach Vermissten. „Es gibt mehrere Menschen, die derzeit nicht erreichbar sind“, sagte Polizeisprecherin Anja Leuschner der Nachrichtenagentur dpa.
An der Unfallstelle wurden unter anderem zwei Spürhunde eingesetzt. Das Haus war am frühen Abend eingestürzt, die genaue Ursache dafür ist noch unklar. Bestätigt wurde aber inzwischen, dass es ein Gasleck gab.
In dem Gründerzeithaus in der James-von-Moltke-Straße unweit des Görlitzer Bahnhofs befanden sich laut Polizei Miet- und Ferienwohnungen. „Davon waren mehrere Parteien vermietet“, sagte die Polizeisprecherin.
Gasleck Grund für den Einsturz?
Die „Bild“ berichtete zunächst, es würden fünf Menschen vermisst, zwei davon könnten unter den Trümmern liegen. Am späten Montagabend wurden zwei von den ursprünglich fünf Vermissten wohlauf gefunden. Das teilte eine Sprecherin der Polizei mit. Sie seien Gäste einer der Ferienwohnungen in dem Haus und hatten zum Zeitpunkt des Einsturzes noch nicht eingecheckt.
Nun werde noch nach drei Personen gesucht, die nicht erreichbar seien, hieß es. Es könne sein, dass sich diese zum Zeitpunkt des Einsturzes im Haus aufhielten. Ob die drei – oder auch andere verschüttete Menschen – sich unter den Trümmern befinden, war weiterhin unklar. Am Einsturzort hielt sich ein Mann auf, der seine Frau und seine Cousine in dem eingestürzten Gebäude vermutete.
Wenige Stunden nachdem das Haus in der Stadt im Osten von Sachsen in sich zusammengefallen war, wurde nach Polizeiangaben ein Gasleck gefunden. Es befinde sich unter den Trümmern. Polizeisprecherin Leuschner betonte, es sei trotzdem weiter unklar, ob der Einsturz durch das Austreten von Gas verursacht wurde. „Es muss nicht heißen, dass es eine Gasexplosion gab“, sagte sie.

Bis zum späten Abend waren insgesamt rund 120 Einsatzkräfte vor Ort. Dank spezieller Messgeräte könne trotz des Gaslecks nach Vermissten gesucht werden, sagte Leuschner. Zuvor hatten Zeugen der Polizei von einer Explosion und dem Geruch von Gas berichtet.
Einsatzkräfte rufen „Können Sie uns hören?“
Derzeit liefe an der Unfallstelle die Vermisstensuche auf Hochtouren, betonte Leuschner. Die Spürhunde kletterten auf die Trümmer und zeigten an, wenn sie etwas bemerkten. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks standen vor dem eingestürzten Gebäude und riefen: „Hier ist das THW, können Sie uns hören?“.












