Beliebter Dönerladen sofort dicht
Kontrolleure finden tote Ratte und „Schimmel jeglichen Couleurs“
Aktualisiert am 11.06.2026 – 02:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Da gab es für die Kontrolleure keine zwei Meinungen: Eine beliebte Dönerkette fällt bei einer Hygieneinspektion durch. Die Folge: Der Laden muss umgehend schließen.
Wegen gravierender Hygienemängel hat der Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst des Landes Bremen (LMTVet) eine Filiale der Kette „Haus des Döners“ im Bremer Viertel vorübergehend geschlossen. Die Mängel waren bei einer Kontrolle am 29. April in dem Geschäft an der Straße Vor dem Steintor festgestellt worden.
Nach Angaben der Behörde von Mittwoch (10. Juni) fanden die Kontrolleure „gravierende Verunreinigungen durch Schimmelansammlungen fast jeglichen Couleurs“ vor. Im Vorbereitungsraum seien zahlreiche Flächen, die Doppelspüle und angrenzende Wandbereiche mit schwarzen und rötlichen Schimmelablagerungen verschmutzt gewesen. Teilweise hätten die Beläge eine schleimige Konsistenz aufgewiesen.
Schimmel im Kühlraum und in den Regalen
Besonders problematisch: In dem Bereich wurden frische Lebensmittel wie Salat, Gurken und Tomaten gewaschen und verarbeitet. Die Behörde sah dadurch eine erhebliche mikrobiologische Gefahr für die Lebensmittel. Zudem fehlten laut Bericht geeignete Utensilien für eine hygienische Reinigung des Gemüses.

Weitere Schimmelansammlungen entdeckten die Kontrolleure im Kühlraum. Dort seien hinter Regalen großflächige schwarze Ablagerungen sowie weiße Schimmelspuren an einem Metallregal festgestellt worden. In unmittelbarer Nähe lagerten teilweise unverpackte Lebensmittel.
Inspekteure finden tote Ratte in Eimer
Im Tiefkühlraum fanden die Kontrolleure zwei angeschnittene Fleischspieße auf dem Boden. Einer davon war nur teilweise mit Folie abgedeckt, sodass Fleisch direkten Kontakt zum verunreinigten Fußboden hatte.
Noch schwerer wog ein weiterer Fund: In mehreren Bereichen des Betriebs entdeckten die Kontrolleure Rattenkot. Betroffen waren unter anderem der Vorraum des Kühlraums sowie sämtliche Kellerräume. In einem Kunststoffeimer wurde zudem eine tote Ratte gefunden.
Der anwesende Filialinhaber erhielt daraufhin die Anordnung, das Behandeln und Herstellen von Lebensmitteln unverzüglich einzustellen. Die Schließung wurde laut Behörde sofort umgesetzt. Erst nach einer erneuten Kontrolle und der Beseitigung der Mängel durfte der Betrieb wieder öffnen. Die Freigabe durch das LMTVet erfolgte am 8. Mai.










