„Im Moment noch etwas früh“

Hannawald sieht Schmitt als künftigen Bundestrainer

09.03.2026 – 13:38 UhrLesedauer: 2 Min.

TV-Experte Sven Hannawald traut seinem ehemaligen Teamkollegen die Rolle als Bundestrainer zu. (Quelle: IMAGO/Ulrich Wagner/imago)

Sven Hannawald hält Martin Schmitt für einen potenziellen Skisprung-Bundestrainer. Als Sofort-Lösung und Horngacher-Nachfolger sieht er dagegen jemand anderen.

Sven Hannawald, Sieger der Vierschanzentournee 2001/02, sieht in Martin Schmitt langfristig einen geeigneten Kandidaten für die Rolle des Bundestrainers im Skispringen. Der viermalige Weltmeister Schmitt habe schon immer „viele Fragen gestellt und wollte genau verstehen, warum bestimmte Trainingsmethoden angewendet werden“. sagte Hannawald im Gespräch mit Sport1: „Martin war schon zu unserer aktiven Zeit sehr strukturiert.“

Der aktuelle Bundestrainer Stefan Horngacher wird seine Position am Ende der Saison verlassen. Hannawald hält Schmitt jedoch nicht für einen unmittelbaren Nachfolger, da dieser momentan andere Verpflichtungen habe und eine Trainerrolle viel Zeit in Anspruch nehme. Hannawald erklärte: „Im Moment ist es dafür noch etwas früh. Er hat Familie und andere Verpflichtungen, und als Bundestrainer wäre man praktisch permanent unterwegs.“

Die Suche nach einem neuen Bundestrainer ist noch offen. Sportdirektor Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband (DSV) hat eine Entscheidung bis Ende März angekündigt. Hannawald sprach sich für den Österreicher Alexander Stöckl aus, der in Norwegen über viele Jahre hinweg erfolgreich gearbeitet habe.

Stöckl erklärte allerdings kürzlich, kein Interesse an einer Rückkehr in den Skisprung-Zirkus zu haben. Hannawald kommentierte: „Er hat in Norwegen über viele Jahre hinweg hervorragende Arbeit geleistet. Aus irgendwelchen Gründen wurde er dann von den Springern ausgebootet. Aber zu den norwegischen Springern brauche ich eh nichts mehr zu sagen nach dem Material-Skandal der vergangenen Saison.“

Langfristig könnte Schmitt dennoch eine zentrale Rolle im deutschen Skisprungteam einnehmen. „Ihn haben die Hintergründe interessiert: Warum trainieren wir etwas auf diese Weise und welche Effekte hat das? Deshalb kann ich mir grundsätzlich gut vorstellen, dass Martin irgendwann einmal ein geeigneter Trainer für das deutsche Team sein könnte.“

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