Ausflug in die Südheide
Hier gibt es nicht nur wilde Tiere zu sehen
Aktualisiert am 12.04.2026 – 02:37 UhrLesedauer: 2 Min.
In der Südheide wartet mehr als nur Natur auf Ausflügler. Hankensbüttel lockt mit einem einzigartigen Otterzentrum, einem mittelalterlichen Kloster und Museen.
Im Süden der Lüneburger Heide liegt die Gemeinde Hankensbüttel. Dort finden Ausflügler viel Natur, niedliche Tierchen – und noch viel mehr.
Der Bachwanderweg in Hankensbüttel verbindet beispielsweise Natur, Kulturgeschichte und ein Naturerlebnisziel auf einer Route. Der Weg beginnt am Volksbankparkplatz. Er führt durch das Musental. Dort passieren Wanderer den Musentempel am Neuen Weg. Das Bauwerk ist dem Musikprofessor Karl Söhle sowie weiteren musischen Töchtern und Söhnen der Gemeinde gewidmet. Söhle gab Hankensbüttel den Kosenamen „Musenbüttel“. Weiter führt der Weg durch das Waldgebiet Hagen. Von dort ist das Otterzentrum am Isenhagener See erreichbar.
Die Aktion Fischotterschutz betreibt das Otter-Zentrum, das einzige seiner Art in Europa. Das Freigelände umfasst mehr als 60.000 Quadratmeter. Besucher erkunden interaktive Stationen und lernen dort heimische Tierarten kennen. In zehn Gehegen leben laut Angaben des Zentrums Otter, Dachse, Steinmarder, Iltisse, Baummarder und Europäische Nerze. Bei Schaufütterungen informieren Tierpfleger über die Tiere und ihren Lebensraum. Auf dem Gelände steht zudem ein Abenteuerspielplatz für Kinder.
Wer hinter historische Gemäuer schauen möchte, sollte ein ehemaliges Kloster besuchen: Herzogin Agnes von Landsberg stiftete das Zisterzienser Kloster Isenhagen im Jahr 1243. Sie war eine Schwiegertochter Heinrichs des Löwen. Das Kloster wurde zweimal verlegt. Seit etwa 1345 steht es an seinem heutigen Standort. Später wandelte man es in ein evangelisches Damenstift um.
Die Klostergebäude sind bewohnt. Besuche sind nur im Rahmen von Führungen möglich. Im alten Klosterspeicher zeigt das Klosterhofmuseum, wie mittelalterliches Handwerk funktionierte. Zweimal im Jahr – im Frühsommer und im Spätsommer – kann der Klostergarten im Rahmen der Gartentage besichtigt werden.
Und es gibt weitere Ziele in der Umgebung: Das Jagdmuseum Wulff in Oerrel beherbergt eine der größten Trophäensammlungen Europas. Das Schulmuseum Steinhorst dokumentiert die Entwicklung des Schulwesens auf dem Land.
Braunschweiger sind für die Fahrt in den Norden des Landkreises Gifhorn etwa eine Stunde unterwegs: Der Weg führt erst über die B4 und dann über die K7 und ist rund 57 Kilometer lang.
