Dutzende Mitarbeiter betroffen

Hamburger Brauerei Landgang ist insolvent

09.03.2026 – 16:55 UhrLesedauer: 1 Min.

Bier der Landgang Brauerei: Es wurde unter anderem beim Neujahrsempfang der Grünen in Hamburg serviert. (Quelle: Henning Angerer/imago)

Die Craft-Beer-Brauerei Landgang ist insolvent. Trotz finanzieller Krise läuft die Produktion weiter.

Die Hamburger Craft-Beer-Brauerei Landgang hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Hamburg ordnete ein vorläufiges Insolvenzverfahren an und setzte den Rechtsanwalt Kévin Paul-Hervé Tanguy als vorläufigen Insolvenzverwalter ein.

Von der wirtschaftlichen Schieflage sind rund 60 Beschäftigte betroffen. Dazu zählen auch Mitarbeiter der Kieler Lille Brauerei, die Landgang erst im vergangenen Jahr übernommen hatte.

Der Insolvenzverwalter überwacht nun die wirtschaftlichen Aktivitäten des Unternehmens und prüft Möglichkeiten für eine Sanierung. Ziel sei es, den Betrieb fortzuführen und eine Lösung für das Unternehmen zu finden. Dazu gehört auch die Suche nach möglichen Investoren.

Trotz des Insolvenzantrags wird die Produktion nach aktuellem Stand zunächst fortgesetzt. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind nach Angaben aus dem Umfeld des Unternehmens bis Ende April über das Insolvenzgeld gesichert.

Landgang hatte zuletzt deutlich weniger Bier produziert als ursprünglich geplant. Laut Berichten lag die Jahresproduktion bei weniger als 3.000 Hektolitern, obwohl das Unternehmen rund 5.000 Hektoliter anstrebte.

Die Schwierigkeiten der Brauerei stehen im Zusammenhang mit einer allgemeinen Krise auf dem deutschen Biermarkt. Der Pro-Kopf-Konsum ist seit Jahren rückläufig. Während 1990 in Deutschland noch rund 143 Liter Bier pro Person und Jahr getrunken wurden, lag der Wert zuletzt bei weniger als 90 Litern.

Auch die Zahl der Brauereien ist in den vergangenen Jahren gesunken. Zwischen 2019 und 2024 ging sie von 1.552 auf 1.459 Betriebe zurück.

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