„Jahrhundertspiel“ im Pokal
46.000 Fans feiern den HEBC – selbst der BVB schwärmt
02.09.2026 – 12:00 UhrLesedauer: 3 Min.
Oberligist HEBC bot dem BVB im DFB-Pokal überraschend lange die Stirn. Am Ende stand eine Nacht, die alle Beteiligten so schnell nicht vergessen werden.
Sportlich lief es wie erwartet, dennoch war es ein außergewöhnlicher Pokalabend zwischen dem HEBC und dem BVB. Nach dem 5:0-Sieg der Dortmunder gab es im Volksparkstadion eine besondere Szene: Die Amateure aus der Hamburger Oberliga und die BVB-Profis stellten sich gemeinsam für ein Gruppenfoto auf.
Es war der letzte Moment einer großen Fußballparty. Knapp 46.000 Zuschauer hatten sich für das Erstrundenspiel im Stadion des HSV eingefunden – neuer Rekord für einen Fünftligisten im DFB-Pokal. Für den HEBC war es ein „Jahrhundertspiel“.
Weltmeister Matthäus lobt HEBC-Torhüter
Die Fans des lila-weißen Vereins aus Eimsbüttel gaben von Anfang an Vollgas. „Was wäre die Welt ohne Träume?“, lautete das Motto ihrer Choreografie. Neben einigen Tausend Dortmunder Anhängern waren auch viele Hamburger dem Aufruf gefolgt, den HEBC lautstark anzufeuern. Das Volksparkstadion wurde extra in lila Licht getaucht. Und die Hochbahn kutschierte die HEBC-Mannschaft mit einem umgestalteten Linienbus direkt in die Stadionkatakomben.
Die Spieler ließen sich von der besonderen Stimmung anstecken. Der HEBC trat mutig auf und bot dem BVB überraschend lange die Stirn. Mehr als eine halbe Stunde lang hielten die Amateure ihren Kasten gegen die Profis sauber. Torhüter Jannik Schoon zeigte die eine oder andere starke Parade, genau wie in der zweiten Halbzeit sein Kollege Nils Ahmann.
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Für ihre Leistungen zeichnete Lothar Matthäus die beiden Torhüter nach dem Spiel als „Man of the Match“ aus. „Wir haben zwei erstklassige Torhüter hier“, sagte der Weltmeister von 1990 bei RTL und Sky. Matthäus lobte, wie beide Torhüter mit spielerischen Qualitäten versucht hätten, das Spiel aufzubauen. „Das hat mir sehr, sehr imponiert.“
Niko Kovač schwärmt vom HEBC-Spiel
Nach dem 1:0 in der 33. Spielminute legte der BVB schnell nach und führte zur Halbzeitpause mit 4:0. In der zweiten Hälfte traf nur noch Fabio Silva zum 5:0-Endstand (59.). HEBC-Trainer Philipp Obloch war trotzdem zufrieden: „Ich finde, wenn man als Amateurverein einmal die Chance hat, DFB-Pokal zu spielen, ungefähr so muss man das ausleben, wie es HEBC gemacht hat.“
