„Schnäppchen gibt es nicht“
Leerstand auf Sylt: Etliche Häuser stehen zum Verkauf
04.08.2026 – 12:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine eigene Immobilie auf Sylt ist für viele ein Traum. Dabei stehen laut einer neuen Studie zahlreiche Häuser leer – die Preise bleiben dennoch auf Rekordniveau.
Auf der beliebten Ferieninsel Sylt stehen immer mehr Häuser zum Verkauf. Das Angebot an Bestandshäusern habe sich seit dem zweiten Quartal 2022 mehr als versechsfacht (+514 Prozent), wie das Immobilienportal ImmoScout24 am Dienstag zu seiner Auswertung mitteilte.
Sylt zählt zu den exklusivsten Immobilienmärkten Deutschlands. Für Bestandshäuser werden den Angaben zufolge Quadratmeterpreise von mehr als 12.000 Euro aufgerufen – deutlich mehr als in München. „Kaufinteressierte finden auf Sylt heute deutlich mehr Auswahl als noch vor wenigen Jahren“, sagte ImmoScout24-Geschäftsführerin Gesa Crockford.
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Seit vier Jahren wachse das Angebot auf Sylt deutlich stärker als im übrigen Deutschland. „Selbst im Vergleich mit anderen hochpreisigen Wohnstandorten wie Starnberg oder Rottach-Egern fällt die Entwicklung außergewöhnlich aus“, hieß es. Bundesweit liege der Zuwachs bei 110 Prozent, in Starnberg bei 185 Prozent und Rottach-Egern bei 174 Prozent.
Für diese Entwicklung sorgen demnach mehrere Faktoren – von den veränderten Marktbedingungen bis hin zu strengeren Regeln für Ferienwohnungen auf der Insel. „Schnäppchen gibt es auf Sylt dennoch nicht“, betonte Crockford. „Nach der Korrektur haben sich die Angebotspreise auf hohem Niveau stabilisiert.“
Immobilienmarkt boomt auf der Insel
Die Entwicklung zeigt sich auch in der sogenannten Inserierungsaktivität. Im Durchschnitt des zurückliegenden zweiten Quartals wurden in der Gemeinde Sylt 13-mal mehr Häuser inseriert als in einer durchschnittlichen deutschen Gemeinde.
Obwohl das Angebot auf Sylt deutlich stärker gewachsen ist, fällt die Preiskorrektur nicht stärker aus. Seit dem Höchststand im zweiten Quartal 2022 sanken die Angebotspreise für Häuser den Angaben nach um zwölf Prozent. Damit bewegt sich die Entwicklung auf einem ähnlichen Niveau wie in den Luxusgemeinden Starnberg (minus 14 Prozent) und Rottach-Egern (minus 11 Prozent). Deutschlandweit fällt die Preiskorrektur im gleichen Zeitraum mit zwei Prozent deutlich geringer aus, so das Immobilienportal.










