Die Spritzen tun nicht weh, weil in dem Gewebe oberhalb des Übergangs zwischen Rektum und Analkanal keine freien Nervenendigungen liegen. Daher ist es üblich, Hämorrhoiden ohne Vollnarkose zu veröden.

In der Regel lassen sich Hämorrhoiden ambulant in einer Praxis oder Klinik veröden. Wer sich einer Sklerotherapie unterzieht, kann also am selben Tag wieder nach Hause gehen. Die eigentliche Behandlung dauert nur wenige Minuten. Anders als nach einer Hämorrhoiden-OP ist eine Krankschreibung normalerweise überflüssig.

Für gewöhnlich dauert es aber länger, bis die Sklerotherapie endgültig abgeschlossen ist: Um alle vergrößerten Hämorrhoiden zu veröden, sind meist mehrere Behandlungstermine im Abstand von einigen Wochen notwendig.

Wer vergrößerte Hämorrhoiden veröden lässt, verspürt nur selten Nebenwirkungen. Manchmal treten als Nachwirkung Blutungen, leichte Schmerzen und/oder ein Druck- oder Fremdkörpergefühl auf.

In seltenen Fällen kommt es nach der Verödung von Hämorrhoiden zu Schwellungen oder Infektionen. Zudem kann sich ein schmerzhaftes, aber meist harmloses Blutgerinnsel im Bereich des Afters (Analthrombose) bilden.

Vergrößerte Hämorrhoiden zu veröden, gilt als sicheres Behandlungsverfahren. Das Risiko für Komplikationen ist geringer als etwa bei der Gummibandligatur.

Wenn es nach der Verödung von Hämorrhoiden zu Problemen kommt, handelt es sich größtenteils um urologische Komplikationen wie eine Entzündung der Prostata, Blut im Urin und Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Harnverhalt). Das Risiko für schwerwiegendere Komplikationen ist sehr gering.

Auch Gerinnungshemmer erhöhen das Risiko für Blutungen bei einer Sklerosierung kaum. Wenn Sie Thrombozytenaggregationshemmer (wie ASS) oder Antikoagulantien (wie Heparin) einnehmen, müssen Sie die Mittel also nicht unbedingt absetzen, bevor Sie vergrößerte Hämorrhoiden veröden lassen.

Allerdings besteht beim Hämorrhoidalleiden immer das Risiko, dass es wiederkehrt. Viele Menschen, die ihre Hämorrhoiden veröden lassen, bekommen schon nach zwei bis drei Jahren erneut Probleme mit vergrößerten Hämorrhoiden.

Sich nach einer Verödung von Hämorrhoiden richtig zu verhalten, kann das Risiko für neu auftretende Hämorrhoiden verringern. Fachleute empfehlen vor allem, Verstopfung und starkes Pressen beim Stuhlgang zu vermeiden. Dazu sollten Betroffene sich ballaststoffreich ernähren (mit viel Obst, Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten), ausreichend trinken und sich regelmäßig bewegen (etwa wandern, schwimmen, Rad fahren).

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