Cyberangriff in Bremen

Hacker legen Computertechnik lahm – auch Polizei betroffen

04.02.2026 – 19:07 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Mann bedient eine Computer-Tastatur (Symbolbild): Ein städtischer Betrieb in Bremen ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. (Quelle: Nicolas Armer/dpa/dpa-bilder)

Hacker treiben ihr Unwesen: Ein Cyberangriff legt die Computertechnik der Werkstatt Bremen lahm. Davon ist auch die Beweisstückstelle der Polizei betroffen.

Ein Cyberangriff hat die IT-Systeme der polizeilichen Beweisstückstelle in Bremen getroffen. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, nachdem die Attacke auf einen städtischen Betrieb übergriff. Das teilte eine Sprecherin mit und bestätigte damit Berichte von Radio Bremen und dem „Weser Kurier“.

Bei dem Angriff handle es sich um sogenannte Ransomware, bei der Daten oder Computersysteme verschlüsselt oder gesperrt werden. Ziel des Angriffs war die Werkstatt Bremen, die als Dienstleister die Computertechnik der Beweisstückstelle der Polizei betreut.

In der Beweisstückstelle werden Beweismittel wie Tatwerkzeuge oder Kleidung von Opfern verwahrt, wie die Sprecherin erklärte. Auch Waffen wie Messer seien darunter.

Welche Folgen der Angriff konkret hat, war zunächst unklar. „Das müssen wir jetzt ermitteln“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Personenbezogene Daten seien bei dem Angriff nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft nicht abgegriffen worden. Die reguläre Polizeiarbeit sei nicht betroffen.

Nach Informationen von „buten un binnen“ legte der Angriff bei der Werkstatt Bremen große Teile der IT-Infrastruktur lahm. Demnach konnten Computer nicht mehr gestartet werden. Elektronische Kommunikation sei so gut wie nicht mehr möglich, hieß es. Bei der Werkstatt Bremen arbeiten zahlreiche Menschen mit Beeinträchtigungen.

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