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Home » Hacker veröffentlichen sensible Daten im Darknet
Politik

Hacker veröffentlichen sensible Daten im Darknet

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 4, 2026
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Sicherheitsrelevante Informationen?

„Viel Spaß beim Stöbern“: Hacker veröffentlichen brisante Daten

Aktualisiert am 04.09.2026 – 18:42 UhrLesedauer: 3 Min.

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Das Land Berlin ist nach einer Cyberattacke nicht auf die Lösegeldforderungen eingegangen. (Symbolbild) (Quelle: Philip Dulian/dpa/dpa-bilder)

Der Berliner Senat bleibt hart und zahlt kein Lösegeld. IT-Experten loben die Entscheidung. Doch die Hackergruppe macht ihre Drohung wahr.

Im Erpressungsfall nach dem massiven Datendiebstahl im Berliner Landesnetz hat die kriminelle Hackergruppe Rhysida ihre Drohung in die Tat umgesetzt gemacht. Rund eine Stunde nach Ablauf des Ultimatums wurde das rund 5,8 Terabyte große Datenpaket am späten Freitagnachmittag im Darknet veröffentlicht.

Die Erpresser hatten auf ihrer Leak-Site einen Countdown geschaltet, der am Freitag gegen 15.35 Uhr ablief. Bereits eine Woche zuvor hatten sie die gestohlenen Daten dort zur Versteigerung angeboten. Als Mindestgebot verlangten sie 30 Bitcoins, umgerechnet rund zwei Millionen Euro. Der Berliner Senat hatte vorab bekräftigt, auf derartige Erpressungen grundsätzlich nicht einzugehen und kein Lösegeld zu zahlen.

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Nach dem Verstreichen der Frist wurde auf der Webseite der Erpresser im Darknet die „Auktion“ beendet. „Alle Dateien wurden im öffentlich zugänglichen Bereich hochgeladen – viel Spaß beim Stöbern, Datenjäger!“, hieß es dort. Ein Link führte allerdings zunächst nicht zu den Daten, sondern zu einer Fehlermeldung. Eine Stunde später konnte man dann allerdings den Download der Daten starten.

Hacker veröffentlichen offenbar auch sicherheitsrelevante Daten

Nach Informationen des rbb wurden rund 1,4 Millionen Dateien in mehreren Paketen zugänglich gemacht. Ob damit der gesamte von den Angreifern angekündigte Datenbestand von 5,8 Terabyte veröffentlicht wurde, ließ sich zunächst nicht feststellen.

Die von den Angreifern zuvor veröffentlichten Auflistungen und Screenshots deuten auf einen gravierenden Abfluss hochsensibler Daten hin. Demnach behauptet die Gruppierung, rund 1,44 Millionen Dateien erbeutet zu haben. Darunter sollen sich neben mehr als 5.000 Personalakten, Bußgeldvorgängen und Gehaltsabrechnungen auch vertrauliche Unterlagen aus Bundesratsausschüssen sowie Schwachstellenanalysen zur Berliner Trinkwasserversorgung befinden.

Erschwerend hinzu kommen offenbar Daten, die für die Sicherheit Deutschland und Berlin relevant sein können. Das berichtet der „Tagesspiegel“. Demnach finden sich unter den Leaks „Daten zum Zivilschutz und Listen mit Objekten, Immobilien, Betrieben und Einrichtungen, die im Verteidigungsfall besonders geschützt werden müssen“, so die Zeitung. Unter den Objekten mit „Bedeutung für die zivile Verteidigung“ seien Heizkraftwerke für Krankenhäuser, Tanklager, Notstromanlagen und Umspannwerke. Auch geheime Dokumente zu Rüstungsunternehmen, die besonders gefährdet seien, befänden sich unter den veröffentlichten Daten.

Lob von Experten für Verweigerung einer Lösegeldzahlung

Die Weigerung des Senats, auf Erpressungsversuche der kriminellen Hacker einzugehen, stieß in der Fachwelt auf Zustimmung. Bianca Kastl vom Chaos Computer Club sagte im rbb Inforadio, die Entscheidung des Senats sei richtig. „Würde man diese Gruppen weiter unterstützen mit Geld oder anderen Dingen, dann würden die natürlich immer weitermachen“, sagte sie. „Man muss sie finanziell austrocknen.“

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