Einschränkung für Touristen
Uffizien mauert Türen und Notausgänge zu
Aktualisiert am 04.04.2026 – 04:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach einem Cyberangriff verschärfen die Uffizien ihre Sicherheitsmaßnahmen drastisch. Die Angst vor einem spektakulären Einbruch wächst.
Nach einem Hackerangriff auf die Uffizien in Florenz hat das Museum umfassende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Wie die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ berichtet, wurden zahlreiche Kunstwerke vorsorglich in einen Tresorraum der italienischen Notenbank Banca d’Italia gebracht. Hintergrund ist die Sorge vor einem möglichen Einbruch, nachdem sensible Daten in die Hände von Kriminellen gelangt sein sollen.
Das Museum – mit mehr als fünf Millionen Besuchern pro Jahr eines der bekanntesten der Welt – ließ zudem Ein- und Ausgänge sowie Notausgänge zumauern und zusätzliche Überwachungskameras installieren.
Laut „Corriere della Sera“ gab es bereits Ende Januar und Anfang Februar Hackerangriffe auf die digitale Infrastruktur des Museumsverbands. Dabei entwendeten die Kriminellen das gesamte digitale Fotoarchiv und erlangten Informationen sowie Codes und Passwörter zu den Alarmsystemen der Museen.
Darüber hinaus sollen die Kriminellen auch die private Handynummer von Simone Verde, dem Direktor der Uffizien, bei dem Angriff erhalten haben. Auf diesem Weg drohten sie ihm, ihre erbeuteten, sensiblen Daten im Darknet zu verkaufen, insofern ein entsprechendes Lösegeld nicht gezahlt werde.
Möglich soll all das durch eine Sicherheitslücke in einer veralteten Bildverwaltungs-Software auf der Seite des Verbands gewesen sein. Auf der offiziellen Website des Museums finden sich bislang keine Hinweise auf den Vorfall. Auch Direktor Verde hat sich zu den Vorfällen bisher noch nicht geäußert.
Die Uffizien zählen zu den bedeutendsten Museen weltweit. Mehr als fünf Millionen Menschen besuchen sie jährlich. Der Jahresumsatz liegt bei rund 60 Millionen Euro, an Spitzentagen werden bis zu 500.000 Euro eingenommen.










