Zum anderen gibt es die Betriebsrente. Etwa 90 Prozent der Arbeitnehmer können darüber verfügen. Arbeitgeber bezahlen im Schnitt zwei Drittel, Arbeitnehmer ein Drittel der Beiträge. Ergänzend gibt es individuelle Rentenversicherungen. Arbeitnehmer ohne Betriebsrente sind im Alter oft auf staatliche Beihilfen angewiesen. Das gesetzliche Rentenalter liegt inzwischen bei 67 Jahren.
Die Schweiz hat wie Deutschland drei Renten-Säulen: Die staatliche Säule, eine zweite Säule, die im Berufsleben von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bestückt wird, und eine dritte Säule, die steuerbegünstigte Privatvorsorge. Finanziert wird die staatliche Rente durch Einzahlungen und Steuerbeiträge. Eine Beitragsbemessungsgrenze gibt es nicht. Das heißt, Menschen mit hohen Einkommen zahlen hohe Summen in die Rentenkasse, während Ansprüche gedeckelt sind. Die höchstmögliche Rente bei vollen Beitragsjahren aus der ersten Säule liegt zurzeit bei 2.520 Franken (rund 2.750 Euro) im Monat. Das Rentenalter für Frauen wird gerade schrittweise auf das der Männer angehoben: auf 65.
Die Zahlung aus der zweiten Säule variiert stark, je nach Versicherung. Durchschnittlich haben Rentner aus erster und zweiter Säule umgerechnet rund 4.800 Euro im Monat, Rentnerinnen rund 3.200 Euro. Dazu kommen die während des Berufslebens angesparten Beträge aus der dritten Säule. Das hört sich viel an, aber die Lebenshaltungskosten sind auch hoch – ebenso wie die Krankenkassenbeiträge, die Rentner meist ohne Zuschüsse tragen müssen.
In Schweden kann man ab einem bestimmten Alter selbst entscheiden, wann man in Rente geht. Aktuell geht das etwa für die Jahrgänge ab 1963 frühestens mit 64 Jahren. Die Zahl ist an die Lebenserwartung gekoppelt, sie dürfte also steigen. In der Regel fällt die Rente umso höher aus, je mehr jemand verdient und je später die Person in Rente geht. Alle zahlen ein – auch Beamte und Selbstständige.
Ein weiterer Unterschied zu Deutschland: die sogenannte Prämienrente. Von insgesamt 18,5 Prozent Rentenbeitrag geht der größte Teil in ein umlagefinanziertes System wie in Deutschland, aber 2,5 Prozent in die Prämienrente. Die wird in Fonds angelegt, die die Schweden selbst auswählen können. Treffen sie keine Wahl, landet das Geld im staatlichen Standardfonds.
In Frankreich gingen Menschen Ende 2023 im Schnitt im Alter von 62 Jahren und 9 Monaten in Rente. Ausgezahlt wurde im Schnitt eine Rente von 1.666 Euro brutto im Monat. In dem Jahr war unter massiven Protest beschlossen worden, das gesetzliche Rentenalter schrittweise von 62 auf 64 Jahre anzuheben. Diese Anhebung wurde inzwischen ausgesetzt.









