Ehemalige Profischwimmerin blickt zurück
Van Almsick hat klare Worte zum Älterwerden
04.04.2026 – 00:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Die ehemalige Spitzensportlerin Franziska van Almsick genießt das Leben. Sie sprach aber auch über das Leben im Alter.
Franziska van Almsick hat sich über ihr Leben nach dem Erfolg geäußert – und einen Ausblick auf ihre Zukunft gegeben. In der Sky-Sendung „Meine Geschichte“ erklärte die 47-Jährige, warum sie nicht unbedingt sehr lange leben möchte.
Mit 14 Jahren gewann sie Silber bei den Olympischen Spielen, siegte im Weltcup, schwamm Weltrekorde, und war eine der beliebtesten deutschen Sportlerinnen. Mit Sky-Moderator Riccardo Basile sprach sie über ihr Leben nach der Karriere. Dazu gehörte auch der Wechsel von ihrer Heimatstadt nach Heidelberg, wo sie seit über 20 Jahren lebt. „Ich habe es bis heute nicht bereut“, sagte sie, auch wenn sie „tief drinnen noch ein Berliner Mädchen“ sei.
Gefragt, ob sie nochmal umziehen wolle sagte sie: „Es brodelt sich schon bisschen was zusammen“. Sie werde jetzt 48 Jahre alt, sie habe ihre Ruhe gefunden und sie merke, dass noch was kommt. Einen Umzug könne sie sich nicht vorstellen, aber „dass noch mal irgendwas passiert, vielleicht auch beruflich mehr Gas zu geben“. Neu erfinden wolle sie sich aber nicht.
Angesprochen auf eine Aussage von Boris Becker, nachdem „Wunderkinder selten überleben“, sagte die ehemalige Ausnahmesportlerin: „Gott sei Dank bin ich da so glimpflich raus. Das hätte auch ganz anders enden können. Ich glaube, in der Zeit habe ich da nie dran gedacht, sondern habe nur versucht zu überleben und mich da irgendwie so durchzurocken“.
Van Almsick blickte aber nicht nur zurück, sondern auch aufs Alter. Sie habe keine Angst vor dem Sterben, so die ehemalige Spitzensportlerin. Sie fände den Gedanken gut, „dass irgendwann gut ist“. Ihre Haltung sei: „Ich möchte lieber nur 60 oder 70 werden, aber ich will durch die Straßen laufen, wild tanzen und auch Fehler machen. Ich will das Leben spüren und genießen, so wie es ist. Da wird man dann nicht unbedingt 97, aber ich kann am Ende sagen: Mehr ging jetzt nicht.“
Sie habe das Gefühl weiser zu sein und habe wieder mit Sport angefangen, auch wenn sie keinen Spitzensport mehr leisten könne. „Ich bin entspannter, mein Kopf ist echt cool“, sagte sie, „aber mein Körper, der braucht so ein bisschen länger“. Als Sportler merke man die Veränderung mehr als ein Sänger. Das Leben bleibe aber spannend.
Dass sie 1992 nur knapp die Goldmedaille verpasste, wurmt sie zwar noch, aber sie kann dem auch etwas Positives abringen. „Ich bin heute die, die ich bin, weil ich es nicht erreicht habe“.










