„13 Jahre lang erwiderte Liebe“

ARD-Doku erinnert an Guido Westerwelles Ehe


09.03.2026 – 19:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Guido Westerwelle: Der ehemalige FDP-Chef starb 2016 mit 54 Jahren. (Quelle: Jens Schlueter/getty-images-bilder)

Nach seinem Tod widmet die ARD Guido Westerwelle eine Dokumentation. Darin kommt auch der Politiker selbst in zuvor unveröffentlichten Tonaufnahmen zu Wort.

Die ARD gedenkt Guido Westerwelle. Der ehemalige FDP-Chef starb am 18. März 2016 im Alter von 54 Jahren an Leukämie. Seine Krankheit ist unter anderem Thema in der neuen Doku „Westerwelle“, die am 9. März um 22.45 Uhr im Ersten läuft und zudem in der Mediathek abrufbar ist. In alten Aufnahmen spricht Westerwelle darüber, wie die Erkrankung ihn verändert hat.

2015 hatte der Politiker bereits gegen den Krebs gekämpft. In bis zuletzt nicht veröffentlichten Tonbandaufnahmen aus dem Jahr äußert Westerwelle: „Jahrzehntelang war ich ein Starker, und plötzlich bin ich ein ganz Schwacher.“ Der Politiker spricht auch über seine Gedanken in dieser Zeit. „Ich habe nachts geträumt. Vom Leben, aber auch vom Sterben. Mehr Gott sei Dank vom Leben. […] Die Krankheit ist sehr egoistisch. Sie schluckt alles an Wahrnehmbarkeit um dich herum, wie ein schwarzes Loch.“

Bei einer Voruntersuchung zu einer Meniskusoperation hatten Ärzte am 17. Juni 2014 eine akute myeloische Leukämie bei Westerwelle festgestellt – eine besonders aggressive Form von Blutkrebs. Es folgten eine Chemotherapie und anschließend eine Knochenmarktransplantation. Guido Westerwelle starb am 18. März 2016 in Köln – 21 Monate nach der Diagnose. Er wurde 54 Jahre alt. Zurück blieb sein Ehemann Michael Mronz.

In der Dokumentation erinnert sich dieser an die letzte Phase der Krankheit. „Bis zum letzten Tag haben wir gekämpft, dass es funktioniert.“ Mronz berichtet auch von einem Gespräch mit Westerwelles behandelndem Arzt. Professor Hallek habe ihm gesagt: „Schauen Sie, Herr Mronz, 13 Jahre lang erwiderte Liebe sind ein Riesenprivileg. Andere suchen ihr Leben lang danach.“

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