Nach US-Entscheidung

Grünen-Chefin will russische Schattentanker stoppen

Aktualisiert am 14.03.2026 – 10:20 UhrLesedauer: 1 Min.

„Eventin“: Der vom deutschen Zoll eingezogene Öltanker liegt nahe der Ostseeinsel Rügen fest (Symbolbild). (Quelle: Jens Büttner/dpa/dpa-bilder)

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die US-Lockerungen gegen Russlands Ölexporte kritisiert. Die Grünen-Chefin fordert ihn jetzt zum Handeln auf.

Nach der Lockerung der US-Sanktionen gegen russisches Öl verlangt Grünen-Chefin Franziska Brantner ein härteres europäisches Vorgehen gegen russische Tanker. Russland exportiere einen Großteil seines Öls auf Schiffen seiner Schattenflotte, die täglich Nord- und Ostsee passierten, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Wenn Kanzler Friedrich Merz (CDU) es ernst meine mit seiner Kritik an der Lockerung der Aktionen, müsse er jetzt aktiv werden, forderte Brantner. „Deutschland und Europa müssen jetzt die eigenen Hebel gegen Putins Kriegskasse bedienen und die Durchfahrt der Schattentanker durch unsere Gewässer stoppen.“

Mit der Lockerung dürfte Russland seine Einnahmen aus dem Rohölverkauf steigern können, womit auch mehr Geld zum Krieg gegen die Ukraine zur Verfügung stünde. Die Ukraine kämpfe für die Freiheit in Europa und müsse weiter unterstützt werden, betonte Brantner. Sie bezeichnete die US-Entscheidung als „geostrategisches Desaster“.

Es gibt seit Jahren Sanktionen der USA, die den russischen Ölsektor betreffen. Auch deswegen ist Moskau für den Export auf hoher See häufig auf sanktionierte Schiffe angewiesen, die zur sogenannten Schattenflotte gehören. Länder und Unternehmen, die mit ihnen Geschäfte machen, könnten im Normalfall selbst Gefahr laufen, Ziel von Sanktionen zu werden.

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