Umfrage
Großteil der Wirtschaftsbosse will AfD-Zusammenarbeit
Aktualisiert am 21.03.2026 – 09:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Umgang mit der AfD wird in Wirtschaftskreisen stark diskutiert. Nun zeigt sich, dass ein Großteil der Entscheider eine stärkere Einbindung der Partei fordert.
Ein Großteil der wirtschaftlichen Entscheidungsträger in Deutschland wünscht sich offenbar eine stärkere Zusammenarbeit der politischen Parteien mit der AfD. Eine Umfrage des Allensbach-Instituts für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Capital“ zeigt, dass 56 Prozent der befragten Wirtschaftsbosse für eine Form der Zusammenarbeit plädieren.
49 Prozent wünschen sich demnach zumindest eine punktuelle Zusammenarbeit, weitere sieben Prozent wollen ein festes Bündnis mit den anderen Parteien. 42 Prozent fordern dagegen strikte Ablehnung. Auch im eigenen Umgang mit der Rechtsaußen-Partei sind die Wirtschaftsentscheider gespalten. 51 Prozent zeigen sich offen für Gespräche, 46 Prozent wollen sich strikt abgrenzen.
Für die Frage wurden 335 Vorstände, Geschäftsführer und Unternehmer befragt. Es ist nach eigenen Angaben die am prominentesten besetzte Umfrage Europas. Darüber hinaus hat Allensbach für weitere Fragen außerdem 120 Spitzenpolitiker und 52 hochrangige Beamte aus Bund und Ländern befragt.
Mit der Arbeit der Koalition und von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigt sich die Mehrheit der wirtschaftlichen und politischen Führungskräfte derweil unzufrieden. Mit der schwarz-roten Koalition sind lediglich 21 Prozent zufrieden, dagegen 69 Prozent enttäuscht. Etwas besser sind die Werte für Merz. Mit seiner Arbeit sind 41 Prozent zufrieden und 53 Prozent enttäuscht.
Große Zufriedenheit herrscht dagegen mit der Außenpolitik der Bundesregierung. 87 Prozent der Entscheider aus Politik und Wirtschaft zeigen sich hier glücklich, nur elf Prozent kritisieren das diplomatische Handeln. Anders sieht es bei der Wirtschaftspolitik aus. Hier sind über zwei Drittel der Befragten unzufrieden, lediglich 28 Prozent zeigen sich angetan.
Im Hinblick auf die Minister bewerten die Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik die Arbeit von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am besten. Auch Innenminister Alexander Dobrindt (CSU), Außenminister Johann Wadephul (CDU) und Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) werden überwiegend positiv gesehen. Am unzufriedensten sind sie mit der Arbeit von Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) und Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU).










