Tour geht gründlich schief

Drei Studenten geraten auf Österreichs höchstem Berg in Not


20.05.2026 – 14:39 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Großglockner in Österreich (Archivbild): Drei Studenten mussten von Bergrettern aus ihrer Lage befreit werden. (Quelle: IMAGO/Eibner-Pressefoto/EXPA/Groder/imago-images-bilder)

Drei Studenten planen eine Großglockner-Tour. Doch ihre Handynavigation versagt – und dann geht plötzlich nichts mehr vor und zurück.

Drei junge Männer sind auf Österreichs höchstem Berg, dem Großglockner, in Not geraten. Wie die Polizei in Tirol mitteilte, wurden die Studenten im Alter von 23, 24 und 25 Jahren am Dienstagmorgen von Bergrettern in Sicherheit gebracht.

Die drei Freunde kommen laut Polizei aus Bangladesch und studieren derzeit in Deutschland. Sie planten, vom Lucknerhaus über die Lucknerhütte bis hin zur Stüdlhütte aufzusteigen. Dabei navigierten sie mit ihrem Handy. Die Tour der Ausflügler begann laut Polizei gegen 4.30 Uhr am frühen Morgen.

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Österreich: Großglockner bringt Studenten an Grenzen

Gegen 6 Uhr seien die Studenten schließlich in etwa 2.600 Metern Höhe in Not geraten, nachdem sich das Handy nicht mehr ins Netz habe einloggen können. Im Nebel gerieten sie in immer steiler werdendes, felsiges Gelände und wagten sich schließlich „aufgrund des teilweise hüfthohen, feuchten Schnees“ weder vorwärts noch zurück.

Den Studenten gelang es, einen Notruf abzusetzen und die Bergrettung zu alarmieren. Gegen 9.40 Uhr konnten die Retter die Alpinisten lokalisieren und in Sicherheit bringen. „Anschließend wurden die teilweise durchnässten und erschöpften Alpinisten mit dem Polizeihubschrauber ins Tal beziehungsweise zum Lucknerhaus geflogen“, so die Polizei.

Alpen-Bergretter sind verärgert

Zuletzt hatten sich Bergretter im österreichischen Ehrwald über sogenannte „TikTok-Touristen“ verärgert gezeigt. In den vergangenen Wochen habe es zahlreiche Einsätze gegeben, bei denen unerfahrene Bergsteiger und Wanderer gerettet werden mussten. „Je extremer eine Tour zu sein scheint, desto lieber haben sie es“, so das Urteil von Robin Lutnig, Chef der Ehrwalder Bergrettung.

In der Regel handele es sich um Menschen unter 20 Jahre, die zwar „in der Regel gut ausgerüstet“ und auch konditionell fit seien, denen aber „jede Erfahrung und jedes Gespür für die Berge“ fehle, so Lutnig.

Der Großglockner ist mit 3.798 Metern der höchste Berg Österreichs und gilt als eines der Wahrzeichen des Landes.

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