„Es war mein Fehler“
BVB-Star übernimmt nach CL-Debakel Verantwortung
25.02.2026 – 21:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Abenteuer Champions League endet für Borussia Dortmund in der Zwischenrunde. Im Nachgang gibt es vor allem Selbstkritik.
Borussia Dortmund war mit dem klaren Ziel zu Atalanta Bergamo gereist, das Achtelfinale der Champions League zu erreichen. Dieses Unterfangen scheiterte am Mittwochabend aber auf dramatische Art und Weise: Der BVB verspielte den 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel und schied durch ein 1:4 im Rückspiel aus der Königsklasse aus.
Der alles entscheidende Treffer fiel tief in der Nachspielzeit per Elfmeter. Ramy Bensebaini hatte Gegenspieler Nikola Krstović bei einer Klärungsaktion mit der Hacke am Kopf getroffen. Schiedsrichter José Maria Sanchez Martinez hatte zunächst auf Eckball entschieden, änderte seine Meinung aber nach Intervention des VAR. Dass Bergamo überhaupt noch einmal in den Dortmunder Strafraum kommen konnte, lag an einem missglückten Zuspiel von Gregor Kobel.
„Es war mein Fehler am Ende, das tut mir leid für die Jungs“, übernahm der Schlussmann am DAZN-Mikrofon Verantwortung. „Ich war im Spiel drin, habe nach einer Lösung gesucht. Ich muss den einfach irgendwie klären“, erklärte er seine Sicht. Anstatt den Ball wegzuschlagen, versuchte es der Schweizer mit einem kurzen Pass. Dieser landete bei einem Bergamo-Profi und führte in der Folge zum Elfmeter. „Das ist hart für die Mannschaft und tut weh“, ergänzte Kobel.
Von Kapitän Emre Can erhielt der Schlussmann trotz dieses Fehlers Rückendeckung. „Gregor hat uns diese Saison oft gerettet“, sagte der Nationalspieler und verwies auf eine Parade Kobels in der ersten Halbzeit: „Es ist Wahnsinn, wie er den rausholt. Kein Vorwurf an ihn.“
Ohnehin wollte Dortmunds Kapitän keinen einzelnen Mitspieler an den Pranger stellen. „Kein Vorwurf an irgendeinen Spieler, aber mit so vielen individuellen Fehlern wird es schwer“, sagte er und sprach bei allen vier Gegentreffern von „Kacktoren“.
Deutliche Worte wählte auch Niko Kovač. „Wir haben kein gutes Spiel gemacht“, befand der Trainer. „Wir sind heute mit dem Spiel verdient ausgeschieden. Wir haben nicht die Leistung gebracht, die nötig gewesen wäre, um weiterzukommen.“ Über den Elfmeter, das betonte der BVB-Coach, „müssen wir nicht reden. Wir haben die Fehler gemacht und das wird in der Champions League bestraft“.










