Gmail, Drive, Fotos

Google reduziert Gratisspeicher für neue Nutzer


18.05.2026 – 12:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Google Drive: Weniger Gratisspeicher soll die Nutzung von Mehrfachkonten ausbremsen. (Quelle: IMAGO/Rüdiger Wölk/imago)

Wer ein neues Google-Konto anlegt, bekommt wohl nur noch fünf statt wie gewohnt 15 Gigabyte Speicher. Die volle Menge gibt es nur unter einer Bedingung.

Google hat den kostenlosen Cloud-Speicher für neu angelegte Konten reduziert. Bei der Anmeldung werden Nutzern statt der bisher üblichen 15 Gigabyte zunächst nur fünf Gigabyte zugesagt. Die vollen 15 Gigabyte erhält nur, wer dem Konto eine Telefonnummer hinzufügt.

Der kostenlose Cloud-Speicher wird bei Google gemeinsam für mehrere Dienste genutzt. Gmail, Google Drive und Google Fotos teilen sich das Kontingent. Bisher erhielten alle Nutzer bei der Anmeldung automatisch 15 Gigabyte, die sich frei zwischen den Diensten verteilen ließen.

Hürde gegen Mehrfachkonten

Aufgefallen ist die Änderung durch einen Beitrag auf Reddit. Einem Nutzer waren beim Anlegen eines neuen Kontos lediglich fünf Gigabyte angezeigt worden, die übrigen zehn Gigabyte ließen sich erst nach Eingabe einer Telefonnummer freischalten. Das Fachportal „9to5Google“ hat den Vorgang dokumentiert.

Dem Bericht zufolge habe Google seine Hilfeseiten bereits Mitte März 2026 angepasst. War dort zuvor von 15 Gigabyte pro Konto die Rede, heißt es nun „bis zu 15 GB“. Außerhalb des Anmeldevorgangs weist Google bislang nicht offen darauf hin, dass eine Telefonnummer für die vollen 15 Gigabyte nötig ist.

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Bestehende Konten nicht betroffen

Wer bereits ein Google-Konto nutzt, muss nach bisherigem Stand keine Kürzung befürchten. Die Regelung greift nur bei Neuanmeldungen. Im Praxisalltag dürfte sie selten auffallen: Google fordert beim Anlegen eines Kontos auf dem Computer oder Smartphone in den meisten Fällen ohnehin eine Telefonnummer. Sichtbar wird die Wahl zwischen 5 und 15 Gigabyte daher vor allem in Ausnahmefällen, etwa beim Einrichten eines neuen Android-Geräts ohne SIM-Karte.

Mit der Telefonnummer-Verifizierung erschwert Google, dass Nutzer oder automatisiert angelegte Konten den Gratisspeicher mehrfach beanspruchen. Spürbar wird die Anpassung dadurch vor allem für Privatnutzer mit zwei Konten: Wer privat und beruflich trennt und für jedes Konto die vollen 15 Gigabyte will, müsste künftig für jedes eine eigene, bei Google noch nicht hinterlegte Telefonnummer angeben.

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