Ab 30. Juni
Google öffnet den Play Store für eigene Bezahlwege
25.06.2026 – 11:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Anbieter dürfen im Google Play Store bald eigene Bezahlsysteme nutzen. Für viele sinken die Gebühren, auch in Deutschland. Dahinter steht ein langer Rechtsstreit.
Google hat angekündigt, seinen Play Store ab dem 30. Juni für Bezahlmöglichkeiten außerhalb des eigenen Systems zu öffnen und die Gebühren für App-Anbieter zu senken. Die neuen Regeln gelten zunächst im Europäischen Wirtschaftsraum, zu dem auch Deutschland gehört, sowie in Großbritannien und den USA. Das geht aus einem Eintrag im Entwicklerblog von Google hervor.
Bisher mussten Anbieter Käufe innerhalb ihrer Apps nahezu ausschließlich über das Bezahlsystem von Google abwickeln. Künftig dürfen sie ein eigenes System direkt daneben einbauen oder Nutzer zum Abschluss eines Kaufs auf ihre eigene Internetseite leiten.
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Wer dabei auf das Google-System verzichtet, spart eine Abrechnungsgebühr von fünf Prozent. Insgesamt liegen die neuen Sätze unter der bisherigen Gebühr von bis zu 30 Prozent.
Was sich für Nutzer ändert
Für Nutzer ändert sich vor allem der Bezahlvorgang. Beim Kauf können sie künftig wählen, ob sie über Google oder über das alternative System des Anbieters zahlen. Ob Apps und Käufe dadurch günstiger werden, hängt davon ab, ob die Anbieter ihre niedrigeren Kosten an die Kunden weitergeben.
Hintergrund ist ein Kartellverfahren, das der Spieleentwickler Epic Games 2020 gegen Google angestrengt hatte. Eine Jury entschied 2023 in allen Punkten zugunsten von Epic. Im November 2025 einigten sich beide Seiten auf weltweite Änderungen an Android.
Das zuständige Gericht hat die Einigung noch nicht bestätigt; Google setzt die Neuerungen dennoch bereits um. Die weltweite Einführung plant Google nach eigenen Angaben ab dem 30. September 2027.
