Triumph bei Olympia
Gold-Gala: Deutsche Frauen dominieren Zweierbob
Aktualisiert am 21.02.2026 – 21:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Finale im Zweierbob wird zur Demonstration der deutschen Athletinnen. Am Ende setzt sich das Duo Laura Nolte und Deborah Levi durch. Doch der Wettkampf verläuft hochspannend.
Gala der deutschen Frauen im Zweierbob bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo: Im Finale am Samstagabend sicherte sich das favorisierte Duo aus Laura Nolte und Deborah Levi in 3:48,46 Minuten die Goldmedaille.
Silber sicherten sich Lisa Buckwitz und Anschieberin Neele Schuten vor dem US-Duo aus Kailie Humphries und Jasmine Jones. Das dritte deutsche Duo aus Kim Kalicki und Talea Prepens verpasste eine Medaille nur knapp belegte am Ende hinter Humphries/Jones Platz vier. Auf Bronze fehlten 0,15 Sekunden. Besonders bitter: Schon in Peking vor vier Jahren musste sie sich mit Anschieberin Buckwitz als Vierte die Holzmedaille abholen.
Nolte war mit fünf Siegen in sieben Saisonrennen als große Favoritin nach Cortina d’Ampezzo gereist – und bestätigte diese Rolle eindrucksvoll. Fünf Tage nach dem Gewinn von Olympiasilber im Monobob, als sie eine Führung im letzten Lauf noch aus der Hand gegeben hatte und sich mit 0,04 Sekunden Rückstand der US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor geschlagen geben musste, behielt sie diesmal die Nerven. Am vorletzten Wettkampftag der Winterspiele sicherte Nolte dem deutschen Team die siebte Goldmedaille – und die fünfte im Eiskanal.
Buckwitz verpasste es derweil, als erste Bobfahrerin Olympiagold sowohl als Anschieberin als auch als Pilotin zu gewinnen. Sie hatte Mariama Jamanka 2018 in Pyeongchang zum Olympiasieg geschoben und gewann nun ihre erste Medaille an den Lenkseilen. Die frühere Weltmeisterin Kim Kalicki, die 2022 in Peking noch von Buckwitz angeschoben wurde (Platz vier), verpasste mit Anschieberin Talea Prepens das Podium erneut knapp. Ihr fehlten 15 Hundertstel.
Für Nolte (27) wäre alles andere als Gold eine Enttäuschung gewesen. Vor vier Jahren in Peking war die in Frankfurt am Main lebende Athletin mit ihrem Triumph im Zweier zur jüngsten Bob-Olympiasiegerin der Geschichte aufgestiegen. „Der Zweier ist meine Paradedisziplin“, sagte Nolte. Die Enttäuschung im Monobob wollte sie als „Ansporn“ nutzen – und ihr Plan ging voll auf.










