Transfer-Verbot bis Sommer 2027

Fifa bestraft Traditionsklub hart


10.04.2026 – 23:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Andy Carroll: Der Brite spielte von 2024 bis 2025 für Girondins Bordeaux. (Quelle: IMAGO/Thierry Breton/imago)

Für Girondins Bordeaux geht es seit Jahren bergab. Mittlerweile spielt der ehemalige Top-Klub in der vierten französischen Liga und sieht sich nun einer harten Strafe ausgesetzt.

Girondins Bordeaux darf in den kommenden drei Transferperioden keine neuen Spieler mehr verpflichten. Diese Sperre verhängte nun der Fußball-Weltverband Fifa. Die Sanktion trat bereits zum 27. März in Kraft. Folglich darf der abgestürzte französische Traditionsklub bis einschließlich Sommer 2027 keine neuen Spieler kaufen und lediglich auf Akteure aus der eigenen Jugend oder aus dem bisherigen Kader zurückgreifen.

Das berichteten französische Medien wie „Sud Ouest“ und „RMC Sport“ übereinstimmend. Für Bordeaux ist es nicht die erste Sperre. Bereits im vergangenen Jahr war der Klub kurzzeitig vom Transfermarkt ausgeschlossen, weil er 8.225 Euro nicht an den slowenischen Klub Maribor überwiesen hatte. Die Summe wurde später beglichen, die Sanktion damit aufgehoben.

Im aktuellen Fall geht es jedoch um eine Zahlung in Höhe von 1,5 Millionen Euro an Sporting Gijón aus Spanien, die für den Transfer von Pedro Díaz 2023 noch fällig seien. Doch genau da liegt die Krux: Ende Juli 2024 stieg Bordeaux aufgrund eines Insolvenzverfahrens ab, einigte sich mit dem Handelsgericht Bordeaux am 24. Juni 2025 zu einer Schuldenrestrukturierung.

Infolgedessen hatte Klub-Besitzer Gérard Lopez die Mehrheit der Gläubiger zu einem Verzicht gebracht, was die Schulden von 94 auf 26 Millionen Euro reduzierte. Matthieu Barandas, der Anwalt von Girondins, erklärte gegenüber „Sud Ouest“: „Wir sollen Ablösesummen zahlen, die bereits im vom Handelsgericht genehmigten Sanierungsplan enthalten waren. Dieser Plan ermöglicht es uns, die Zahlungen des vollen Ablösebetrags zu vermeiden.“

Girondins sieht sich im Recht und hofft daher, die Transfersperre noch vor dem Sommer aufheben zu lassen. Dafür legt der Klub Rechtsmittel vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) und vor dem nationalen Gericht ein. Auf beiden Ebenen will der ehemalige Top-Klub nun klären lassen, ob er im Recht ist.

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