Oktoberfest in München
Giesinger Brauerei sammelt Tausende Stimmen für Wiesn-Revolution
28.02.2026 – 08:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Kommt bald das siebte Wiesn-Bier? Die Giesinger Biermanufaktur versucht mit einem Bürgerentscheid, ihr Bier auf das Volksfest zu bringen. Das ist der aktuelle Stand.
Die Giesinger Brauerei hat innerhalb einer Woche mehr als 5.000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren zur Oktoberfest-Zulassung gesammelt. Am Samstag (28. Februar) waren es 5.390 Stimmen. Das Ziel ist ein Bürgerentscheid über die Zulassung von Giesinger Bräu zur Wiesn 2027. Für einen erfolgreichen Bürgerentscheid benötigt die Brauerei rund 40.000 Unterschriften.
Laut Zählung auf der Internetseite der Brauerei wurden 5.390 Stimmen gesammelt. „Wir haben auch schon Unterschriften durch alle Parteien durch“, sagte ein Sprecher der Brauerei.
Die Frage beim Bürgerentscheid lautet nach Angaben der Brauerei: „Bist Du dafür, dass die Landeshauptstadt München ab 2027 auch den Ausschank von Bier der Brauerei Giesinger Bräu auf dem Münchner Oktoberfest erlaubt?“ Auf dem Oktoberfest sind bisher nur sechs Brauereien zugelassen: Augustiner, Hacker Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten.
Giesinger Bräu darf sich dank eines Tiefbrunnens im Stadtgebiet offiziell Münchner Bier nennen. Die Brauerei gibt an, an städtischen Hürden zu scheitern.
Wiesn-Chef Christian Scharpf weist den Vorwurf städtischer Hürden zurück. Die Brauerei könne „einfach mal einen Antrag stellen, wie ihn jeder andere Wiesn-Beschicker auch stellt“. Bisher sei kein regulärer Antrag von Giesinger Bräu bei der Stadt eingegangen, sagte Scharpf.
„Deswegen ist es schon etwas befremdlich, ein Bürgerbegehren anstreben zu wollen, ohne es vorher überhaupt einmal mit dem gängigen Verfahren probiert zu haben, dem sich alle anderen auch stellen“, kritisierte der Wiesn-Chef. Er habe die Vertreter von Giesinger Bräu gefragt, warum sie in den vergangenen Jahren nicht kleinere Volksfeste bespielt hätten, „um so Erfahrungen zu sammeln und allen zu zeigen, dass sie es drauf haben. Außer dem eigenen Starkbierfest konnte ich solche Bemühungen bislang leider nicht feststellen“.
