Atmosphären mit Licht entschlüsseln

Forscher des Instituts untersuchen die Atmosphären solch entfernter Planeten. Anhand von Daten, etwa aus Beobachtungen mit dem James-Webb-Teleskop, analysieren sie, welche Gase nachweisbar sind – und ob es sich dabei um Biosignaturen handelt, die auf vergangenes oder gegenwärtiges Leben hinweisen. Dazu untersuchen sie Sternenlicht, das die Atmosphäre eines Planeten durchdringt. Durch die Analyse von Helligkeit und Farbe können sie feststellen, welche Gase darin enthalten sind.

„Bei größeren Planeten können wir Wasserdampf oder Kohlendioxid oft deutlich nachweisen“, sagt Ahrer. Aber für kleine, erdähnliche Planeten wie die im TRAPPIST-1-System ist die Aufgabe viel schwieriger. Ihre Atmosphäre ist dünn und die Signale schwach, was die Messungen oft an die Grenzen des technisch Machbaren bringt.

Kann Leben auf anderen Planeten existieren?

Hinzu kommen Komplikationen, die durch die Sterne selbst verursacht werden. TRAPPIST-1 ist ein sogenannter Roter Zwerg – klein und relativ kühl, aber sehr aktiv. Strahlung und Sternfackeln können Messungen verfälschen und auch die Planetenatmosphäre verändern oder sogar zerstören. „Der Stern ist derzeit einer der größten Deutungsunsicherheiten“, sagt Ahrer.

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