Gespräch mit Autorin und Sterbebegleiterin Johanna Klug

Schwefelarah ist 11 und Johanna 23, wie sich dies an Kinderdemenz erkrankte Mädchen und die Sterbebegleiterin zum ersten Mal gegenüberstehen. Die seltene Krankheit hat zu diesem Zeitpunkt schon deutliche Spuren in Sarahs Leben vermachen: Dasjenige Mädchen ist seelisch hinauf dem Stand einer Fünfjährigen und erblindet. Es betastet die Besucherin in aller Ruhe, bleibt an den Ohrringen hängen, klippt sie ab, um damit die eigenen kleinen Ohren zu dekorieren. Dann gondeln die Finger weiter obig Johannas kahl geschorenen Kopf, Sarah lacht laut hinauf. „Du bist ja ein Radieschenkopf“, quiekt sie.

So schildert Johanna Klug die erste Versammlung mit Sarah in ihrem Buch „Mehr vom Leben“, dies die Studentin ohne Rest durch zwei teilbar im Kösel-Verlagshaus herausgebracht hat. Uff dem Titel blickt dem Leser eine junge die noch kein Kind geboren hat selbstbewusst entgegen, tiefrot geschminkte Lippen, goldener Schmuck, raspelkurze Haare. Was auch immer nur Äußerlichkeiten, mit denen sich Johanna Klug gegen dies Schubladendenken in unseren Köpfen wehrt: Wenn Männer tief Haare tragen die Erlaubnis haben, können Frauen ihren Kopf rasieren, ohne sapphisch oder leiden sein zu zu tun sein. Uff dieser Palliativstation – von dieser Autorin liebevoll „Palli“ genannt – komme dies Outfit weit besser an wie für gesunden Menschen, die sich stärker durch die in sozialen Medien vermittelten Körperideale einreden ließen. Klug spricht vom „Fake Life“, weil in dieser Wirklichkeit niemand Woche die Woche perfekt gestylt und stets glücklich ist.

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