Das Drei-Konten-Modell hat mehrere Vorteile. Es schafft selbst bei großen Gehaltsunterschieden finanzielle Unabhängigkeit, da es jedem Partner die Freiheit gewährt, mit dem Geld auf dem persönlichen Konto das zu tun, was sie oder er für richtig hält. Das wiederum senkt die Gefahr für Streit.
Außerdem hilft es, Geld bewusster auszugeben. Denn während die Geldeingänge und -ausgänge auf einem einzigen Konto schnell unübersichtlich werden, schafft das Drei-Konten-Modell ein Stück mehr Klarheit. Und wer genauer weiß, wie viel Geld er jeden Monat für welche Posten ausgibt, erkennt schneller Sparpotenzial. Das gilt umso mehr, wenn Sie zusätzlich ein Haushaltsbuch führen.
Das Drei-Konten-Modell setzt großes Vertrauen in den Partner voraus. Denn unter Umständen greift die sogenannte gesamtschuldnerische Haftung. Das bedeutet: Verursacht einer der Partner auf dem Gemeinschaftskonto Schulden, muss auch der andere dafür einstehen.
Das gilt auch, wenn Sie das Gemeinschaftskonto in Form eines „Und-Kontos“ eröffnen (siehe oben). Grundsätzlich fahren Sie damit aber sicherer, weil Ihr Partner nicht ohne Ihre Zustimmung auf das gemeinsame Konto zugreifen kann. Das führt dazu, dass jeder stets weiß, was sich dort abspielt, hat aber den Nachteil, dass es Sie im Alltag einschränkt. Die Alternative ist das „Oder-Konto“, mit dem Partner unabhängig voneinander über das Guthaben verfügen können, aber auch ein Stück Kontrolle abgeben.










