Hamburger Reiseziel
Insektenalarm auf Sylt: Gemeinde warnt Urlauber
18.07.2026 – 08:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Sylt steckt mitten in der Hauptsaison, da bevölkern kleine fiese Raupen die Insel. Das Ausmaß ist so groß, dass die Gemeinde ihre Besucher warnt.
Ein Spaziergang an bewachsenen Wegen, Gartenarbeit oder eine Pause im Gras: Auf Sylt können weiterhin kaum sichtbare Brennhaare des Goldafters gesundheitliche Beschwerden auslösen. Die intensive Raupenphase ist auf der bei Hamburgern beliebten Nordseeinsel zwar weitgehend vorbei. Entwarnung gibt die Inselverwaltung jedoch noch nicht, heißt es in einer aktuellen Mitteilung.
Viele Raupen haben sich bereits verpuppt oder befinden sich derzeit in der Verpuppung. Die Phase, in der sie besonders viele Brennhaare ausbilden, klingt damit ab. Abgebrochene Haare bleiben allerdings in Gespinsten, an Pflanzen, auf dem Boden oder an Kleidung zurück. Sie können lange wirksam bleiben und durch den Wind verteilt werden. Ein direkter Kontakt mit den Raupen ist deshalb nicht nötig.
Insekt auf der Insel: Hier krabbeln sie besonders gerne
Raupen und Gespinste wurden in allen fünf Inselgemeinden festgestellt, wenn auch unterschiedlich stark. Besonders häufig sitzen die Tiere auf Kartoffelrosen. Auch Weißdorn, Sanddorn, Brombeeren, Weiden, Obstgehölze und Eichen können befallen sein.
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
Wer in bekannten Befallsgebieten Rasen mäht, Hecken schneidet oder andere Gartenarbeiten erledigt, sollte lange Kleidung tragen und unbedeckte Haut schützen. Raupen und Gespinste dürfen nicht angefasst werden. Besucher sollten sich in betroffenen Bereichen zudem nicht auf den Boden setzen oder legen. Hunde sollten dort an kurzer Leine geführt werden.
Die Brennhaare können Hautrötungen, Bläschen und starken Juckreiz hervorrufen. Möglich sind zudem gereizte Augen und Beschwerden der Atemwege. Die Reaktionen treten mitunter erst mehrere Stunden nach dem Kontakt auf.
Kontaminierte Kleidung sollte vorsichtig ausgezogen und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Betroffene sollten duschen und ihre Haare waschen, ohne die Haut kräftig abzureiben. Kühlung und eine juckreizlindernde Salbe können die Beschwerden lindern.
Goldafter auf Sylt: Dann sollte der Notruf gewählt werden
Geraten Brennhaare in die Augen, sollten diese gründlich mit Wasser ausgespült werden. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden ist ärztliche Hilfe nötig. Bei Atemnot oder Kreislaufproblemen sollte sofort der Rettungsdienst unter 112 verständigt werden.
