Blitz-Gelb-Rot
Nach zwölf Sekunden: Rekord-Platzverweis in der Bundesliga
16.05.2026 – 20:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und der TSG Hoffenheim läuft nur in eine Richtung. Eine Szene beeinflusst das Spiel dazu nachhaltig.
Ein Samstagnachmittag zum Vergessen für die TSG Hoffenheim: 0:4 gingen die Kraichgauer am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison bei Borussia Mönchengladbach unter, verspielten damit im Dreikampf mit dem VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen auch Tabellenplatz vier und damit die Teilnahme an der Champions League. Und eine historische Szene gab es noch dazu – aber eine wenig vorteilhafte für die TSG und insbesondere Hoffenheims Angreifer Tim Lemperle.
Denn der 24-Jährige kassierte den schnellsten Platzverweis nach Wiederanpfiff seit Beginn der detaillierten Datenerfassung. Insgesamt zwölf Sekunden dauerte es in der zweiten Spielhälfte, ehe Schiedsrichter Frank Willenborg Lemperle vom Platz stellte. Was war passiert?
Die 46. Minute im Borussia-Park: Direkt nach Anstoß für Gladbach ging Lemperle direkt drauf, stürmte nach vorn und wollte einen schnellen Ballverlust im Gladbacher Spielaufbau provozieren. Dabei stieß der Offensivspieler Gladbachs Kevin Diks ungeschickt zu Boden. Schiedsrichter Willenborg pfiff sofort – nur insgesamt zwölf Sekunden nach Wiederanpfiff.
Fatal dabei: Lemperle hatte schon in der 35. Minute Gelb für ein Foul an Gladbachs Yannik Engelhardt gesehen. Die Folge: Willenborg zückte die erneute Verwarnung und damit Gelb-Rot für Lemperle. Eine sehr harte, aber nicht unbedingt falsche Entscheidung.
Hoffenheim lag zu diesem Zeitpunkt durch Tore von Hugo Bolin (14. Minute) und Haris Tabaković (23.) bereits 0:2 bei stark aufspielenden „Fohlen“ zurück, in Unterzahl kam es dann noch schlimmer: Diks (81.) und Robin Hack (90.+1) machten das Debakel für die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer perfekt.









