Kantersieg bei Atalanta

Bayern-Stars haben clevere Taktik – und geben sich unschuldig


11.03.2026 – 00:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Joshua Kimmich: Er wird das Achtelfinal-Rückspiel verpassen.

Joshua Kimmich: Er wird das Achtelfinal-Rückspiel verpassen. (Quelle: Goal Sports Images/imago-images-bilder)

Schon im Achtelfinal-Hinspiel gegen Atalanta machte der FC Bayern die nächste Runde in der Champions League so gut wie klar. Zwei Spieler nutzten das für einen cleveren Schachzug.

Mit 6:1 gewann der FC Bayern sein Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Atalanta Bergamo. Nach drei Toren in der ersten und drei Toren in der zweiten Halbzeit herrschten früh klare Verhältnisse. Im Rückspiel vor heimischer Kulisse am kommenden Mittwoch hat der deutsche Rekordmeister kaum noch etwas zu befürchten, steht mit einem Bein bereits im Viertelfinale.

Diese komfortable Ausgangsposition nutzten mit Joshua Kimmich und Michael Olise gleich zwei Leistungsträger der Münchner für einen cleveren Schachzug: Beide Spieler hatten in der bisherigen Champions-League-Saison nämlich bereits zwei Gelbe Karten gesehen. Bei einem dritten Gelben Karton sind die Spieler in der „Königsklasse“ für die kommende Partie gesperrt.

Das wussten auch Kimmich und Olise – und schienen sich gegen Bergamo deshalb absichtlich ihre dritte Gelbe Karte abzuholen. Der Gedanke dahinter: Die Spieler wollen lieber das sportlich wohl unbedeutende Rückspiel gegen Bergamo verpassen und ihr Karten-Konto damit wieder auf null setzen, als eine Sperre im weiteren Turnierverlauf zu riskieren.

Olise ließ sich bei der Ausführung eines Eckballs in der 77. Minute aufreizend viel Zeit, bis Schiedsrichter Espen Eskås ihm die Gelbe Karte für Spielverzögerung zeigte. Kimmich verfolgte nur sechs Minuten später eine ähnliche Strategie, als er die Ausführung eines Freistoßes so lange verzögerte, bis Gegenspieler Yunus Musah aufgebracht in ihn hineinlief. Schiedsrichter Eskås zeigte beiden Spielern Gelb.

Nach dem Spiel wollte Kimmich von einer angeblichen Taktik aber nichts wissen, präsentierte sich ganz unschuldig. „An sich war es unnötig“, sagte der Mittelfeldakteur über seine Verwarnung bei Amazon Prime. Er habe bei der Ausführung des Freistoßes lediglich lange nach einer Anspielstation suchen müssen, um nicht ins Pressing des Gegners zu spielen. „Ich glaube, wenn der gegnerische Spieler nicht auf mich zustürmt, gibt er vielleicht auch nicht die Gelbe Karte. Ich wollte da gerade den Ball herausspielen. An sich war es dann zu spät, ärgerlich“, so Kimmich weiter.

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